Starke Euro Inflation aufgrund EZB Maßnahmen

Euro Inflationsgefahr-

Die Politik zur Euro-Rettung wird innerhalb Europas eine starke Inflation verursachen. Anshu Jain, Chef der Deutschen Bank, sieht zwar eine starke Geldentwertung für die Gemeinschaftswährung zukommen, begrüßt jedoch die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank für den Erhalt des Euros.

Ansteigende Inflation in der Euro-Zone aufgrund Geldschwemmen

Euro Inflation
Inflation immer Wahrscheinlicher

Europa wird mit hohen Preissteigerungen konfrontiert werden, denn das Ergebnis der derzeitigen Rettungspolitik werde „schlussendlich Inflation sein“, erklärte Anshu Jain, Co-Chef der Deutschen Bank, der Welt am Sonntag und fügte hinzu, „das ist ein Preis, den wir für Europa werden zahlen müssen“.

Dennoch stellt sich die Deutsche Bank nicht gegen die geplanten Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB). Die zweite Spitze an der größten Bank Deutschlands, Jürgen Fitschen, verdeutlichte im Gespräch mit Welt am Sonntag, dass es „essenziell“ sei, den Euro zu retten. Die Vorbehalte der Deutschen Bundesbank wollte Fitschen nicht teilen. Er befürwortete die Handlungen der EZB.

Die bisherigen Reformen der Krisenländer sieht Fitschen als unterbewertet und zeigte Zuversicht, dass sie ihre Schuldenprobleme in den Griff bekämen. Er forderte jedoch mehr Geduld für die europäischen Nachbarn, schließlich bemühten sie sich um ernsthafte Reformen.

Deutsche Bank – „Wolf im Schafspelz“

Die etwas zwiespältig anmutende Einstellung der Deutschen Bank, die Eurorettung als ein „Credo“ an die Wand zu malen, aber die Inflation als unausweichliche Konsequenz heraus zu stellen, wird spätestens dann nachvollziehbar, wenn man erkennt, dass Banken aufgrund der Geldschwemme aus dem Vollen schöpfen können.

Eine Eurorettung in diesem Stil eröffnet für Investment-Banken, wie u.a. der Deutschen Bank, die Möglichkeiten weiterer sehr lukrativer Geschäfte. Mehr Reingewinne aufgrund höherer Liquidität und neue Handelswege in den Märkten, „das Geld kann wieder fließen“. Eine inflationäre Entwicklung des Euros braucht die Banken weiterhin nicht zu kümmern, wenn die Bestände schlicht in andere Währungen, bzw. Werte ausgelagert sind.

Fitschen forderte mehr Geduld für die „reformbereiten“ Krisenländer. Mit „böser Zunge“ könnte man ihm einen erwünschten Zeitgewinn unterstellen, um der Deutschen Bank mehr Spielraum für lukrative Geschäfte zu verleihen. Er argumentierte „die Länder zeigten ernsthafte Reformbemühungen“. Dennoch führen lediglich „Anstrengungen“ längst nicht zu gewünschten Ergebnissen. Ein gefesselter und geknebelter Gefangener wird es trotz aller „Bemühungen“ nicht schaffen aus seinem Kerker zu entkommen.

Die Endstation ohne „Kompensationsmöglichkeiten“ ist wieder einmal der Endverbraucher. Er darf sich mit den stark ansteigenden Preisen herumschlagen und bezahlt den Preis für die „Euro-Rettung“ durch massive Geldflutungen der Europäischen Zentralbank.

Man darf sich getrost darauf einstellen, dass in den nächsten Wochen die scheinbar unausweichlich einsetzende Inflationsentwicklung durch diverse Argumentationen „verharmlost“ werden wird. Ein „Totschlag-Argument“ wäre u.a. „internationale Wettbewerbsvorteile aufgrund günstigere Exportpreise“.

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Ein Gedanke zu „Starke Euro Inflation aufgrund EZB Maßnahmen

  • Globale Liquiditätsfalle

    „Die Kaufkraft des Geldes nimmt ab, das Geld entwertet sich, die Waren werden teurer, die Preise steigen (Inflation), wenn die umlaufende Geldmenge im Verhältnis zur Warenmenge vergrößert wird, und wenn das Geld schneller umläuft. Umgekehrt: Die Kaufkraft des Geldes nimmt zu, das Geld wird „besser“, die Waren werden billiger, die Preise fallen (Deflation), wenn die umlaufende Geldmenge im Verhältnis zur Warenmenge verkleinert wird, und wenn das Geld langsamer umläuft.
    Kann man aber durch Vermehrung oder Verminderung der umlaufenden Geldmenge die Kaufkraft des Geldes senken oder heben, so muss es auch möglich sein, durch planmäßige Verwaltung des Geldes seine Kaufkraft zu festigen, den Durchschnitt der Warenpreise (den Index) auf gleicher Höhe zu halten (Indexwährung), – vorausgesetzt, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes geregelt ist!
    Gerade an dieser zuletzt genannten Voraussetzung hapert es aber beim Dauergeld (Zinsgeld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion). Nehmen wir an, das einzurichtende staatliche Währungsamt, dem die Aufrechterhaltung der Indexwährung obliegt, stellt fest, dass der Index Neigung hat zu steigen. Es wird daher Geld aus dem Verkehr ziehen und umgekehrt, wenn der Index Neigung zeigt zu sinken, wird es zusätzlich Geld in den Verkehr geben. Diese Maßnahmen werden solange wirksam sein, als das Lockmittel des Zinses hoch genug ist, um das Geld umlaufen zu lassen. Sinkt aber bei Vollbetrieb der Wirtschaft die Rentabilität, so wird das Geld immer zögernder investiert werden. Die Geldbesitzer können dieses Geld, das ja keinen Zins mehr bringt, ohne Schaden aus dem Verkehr ziehen, aufhäufen (auf Girokonten liquide halten), unregelmäßig auf den Markt werfen und dadurch die Festwährung stören, woran sie schon deshalb ein Interesse haben, weil sie der Konjunkturschwankungen zur Erlangung der Differenzgewinne (Spekulationsgewinne) bedürfen.“

    Otto Valentin (aus „Warum alle bisherige Politik versagen musste“, 1949)

    Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Zusammenbruch einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) erfolgt nach dem Schema: Liquiditätsfalle > Deflation > Hyperinflation. Weil die Zentralbank keinen Einfluß auf die Umlaufgeschwindigkeit (effektive Umlauffrequenz) des Zentralbankgeldes (Bargeld plus Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken) hat, kann sie immer nur Währungspfusch betreiben und durch Geldmengenausweitung die Liquiditätsfalle (kollektiver Rückzug der Zinsgeldvermögen aus der langfristigen Anlage) hinauszögern, auf Kosten einer Verkürzung der Zeitspanne von der einsetzenden Deflation bis zur anschließenden Hyperinflation.

    Ein „Reset“ war bisher nur durch Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten) möglich. Doch der Krieg konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab! Die bevorstehende, globale Liquiditätsfalle bezeichnet die Heilige Schrift als „Armageddon“:

    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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