Standard & Poor’s senkt Zyperns Bonität 3-stufig ab

Eurokrise Zypern-


Die Ratingagentur Standard & Poor’s senkt Zyperns Kreditwürdigkeit um drei Stufen ab und behält sich vor, die Bonität nach einer weiteren Überprüfung wiederholt zu korrigieren.

Zyperns Bonität im massiven Abwärtstrend

Bonität Zypern
S&P senkt Zyperns Bonität

Nachdem die Ratingagentur Moody’s das krisengebeutelte Spanien „verschonte“ und die Bonitätsstufe auf dem bisherigen Stand hielt, lässt die Agentur Standard & Poor’s (S&P)den kleinen Insel-Staat Zypern nicht so einfach davon kommen.

Als wenn sich die beiden Ratingagenturen gegenseitig abwechselten, um die Kreditwürdigkeiten der Euro-Länder zu stutzen, kam gestern S&P zum Zuge und ließ die Bonität Zyperns gleich um drei Stufen nach unten rutschen. Noch im Juni hielt Moody’s die Bonitätsstufe Zyperns für „unangemessen“ und korrigierte den bisherigen Wert auf „Ba3“.

Standard & Poor’s legte am Mittwoch die Kreditwürdigkeit Zyperns von bisher „BB“ auf „B“ fest. Offenbar handelte es sich mit dieser Maßnahme um eine „überfällige“ Abwertung, da eine weitere Überprüfung der Bonität unmittelbar folgen soll.

Die Ratingagentur begründet die Abstufung Zyperns mit den noch offen stehenden Verhandlungen um ein notwendiges Hilfspaket. Bisher konnte zwischen der Regierung des Inselstaats und der Troika keine Einigung gefunden werden, die Hilfszahlungen mit den geforderten Spar- und Reformmaßnahmen in Einklang zu bringen. S&P sieht in den Verzögerungen eine Verbindung zu den kommenden Präsidentschafts-Wahlen im Februar 2013.

Nachdem Zypern bereits im Juni bei der Europäischen Union um finanzielle Hilfe bat, folgte im September eine erneute Anfrage zur Bankenrettung aus dem erst jüngst ratifizierten ESM durch den zyprischen Zentralbank-Chef Panicos Demetriades.

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