Standard & Poor’s rasiert Europas Banken und schont die USA

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Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s bekam bei ihren neuesten Bewertungsrunden offensichtlich ein starkes Übergewicht gen Europa. Reihenweise purzelten die Bonitätsstufen bei den europäischen Geldhäusern, während die USA ihre gegenwärtige Kreditwürdigkeit offenbar voll gerecht werden können.

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US-Firma urteilte über europäische Banken und den USA völlig „objektiv“

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Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hinterließ bei zahlreichen Banken Europas tiefe Rillen und zog beim Umgang mit den USA die Samthandschuhe an.

Mit einer Neubewertung zahlreicher Banken rutschte die Bonitätsebene der Geldhäuser in Europa um ein gutes Stück nach unten. S&P urteilte über die Kreditwürdigkeit der Geldinstitute und fasste dabei die beiden deutschen Platzhirsche Deutsche Bank und Commerzbank besonders hart an.

S&P zog der Deutschen Bank gleich zwei Stufen ab und schätzt die Kreditwürdigkeit des Bankenhaus Nummer 1 in Deutschland nur noch bei „BBB+“. Das zweitgrößte Kreditinstitut befindet sich nach der Zuteilung der US-Agentur ebenfalls mit einem „BBB+“ auf gleicher Ebene. Allerdings bewertet S&P den Ausblick für die Deutsche Bank als „stabil“ und den für die Commerzbank als „negativ“.

Weitere von der US-Privatfirma abgestufte Bankenhäuser Europas sind u.a. Erste Groub Bank und Raiffeisen Zentralbank (jeweils in Österreich) sowie die Royal Bank of Scotland.

Die Agentur Standard & Poor’s verbrannte sich offenbar die Finger, als sie die Bonität der USA um eine Stufe abgesenkt hatte. S& P stufte ab, während die beiden anderen großen Ratinghäuser Moody’s und Fitch die Bestnote der USA unberührt ließen. Juristischen Ärger wegen fauler Bewertungen von Wertpapieren, die u.a. beim großen Finanzcrash 2008 eine Rolle spielten, erhielt nur S&P.

Die Ratingagentur sah sich die Kreditwürdigkeit des mit rund 17 Billionen Dollar verschuldeten Landes wiederholt an und kam zum Ergebnis, dass die gegenwärtige Bonitätsstufe „AA+“ gerechtfertigt sei. Die USA verfüge über die Weltleitwährung Dollar und die Wirtschaft sei sehr anpassungsfähig. Das sei Grund genug, auch den Ausblick auf „stabil“ zu halten.





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