Standard & Poor’s: Quittung für Zypern mit 2-fach Abstufung

Zypernkrise-


Zyperns Bonität wurde von der Ratingagentur Standard & Poor’s in einer Zweifach-Stufe herunter gesetzt. Damit erhält der Inselstaat die Quittung für die Uneinigkeit seiner „willigen Helfer“ und geht mit einer Bonitätsstufe „CCC+“ ins neue Jahr 2013 über.

Marode Banken und zerstrittene Retter

Zyperns Abstufung
Zyperns Bonität fällt

Nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s vor drei Tagen Griechenlands Bonität hochstufte und die Akte Beiseite legte, kam offenbar die „Mappe Zypern“ als nächste an die Reihe.

In den Augen der Agentur hat Zyperns Bonität keine bessere Stufe als „CCC+“ verdient und wurde deshalb um zwei Stufen abgesenkt. Standard & Poor’s begründet die Maßnahme aufgrund der gestiegenen Risiken eines Zahlungsausfalls. Darüber hinaus sei noch keine Besserung in der Situation in Sicht, da sich weder der Internationale Währungsfonds (IWF), noch die Vertreter aus der Euro-Zone für ein Hilfsprogramm ausgesprochen hätten. Zyperns Ausblick sei deshalb auch auf „negativ“ zu setzen.
Bereits Mitte Oktober setzte die Agentur die Kreditwürdigkeit des Inselstaates um drei Stufen nach unten.

Zum Thema Schuldenschnitt für Zypern hat sich inzwischen der zyprische Präsident Dimitris Christofias zu Wort gemeldet und lt. nw-news.de (Freitag) einen Schuldenerlass für sein Land ausgeschlossen. Immerhin setzt der IWF einen Verzicht der Gläubiger voraus, um sich am Hilfsprogramm finanziell zu beteiligen.

Verzicht auf Schuldenschnitt zum Schutze der Investoren

Bemerkenswert ist die vorherige Ablehnung eines Schuldenschnitts durch den Eurogruppen-Chef Jean-Claude-Juncker. Er lehnte es ab, da es sonst die privaten Investoren treffen würde und betonte, dass Griechenland eine Ausnahme gewesen sei. Auf der anderen Seite wird jedoch ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland befürwortet, obwohl, oder gerade weil es die öffentlichen Gläubiger treffen würde.

Wieder einmal ein deutlicher Hinweis darauf, dass die privaten Investoren, u.a. Banken und Hedgefonds, in den Schutz genommen und die Steuerzahler als willkommene „Milchkühe“ angesehen werden. Wenn die Verzögerungstaktiken im Krisenmanagement einzig dazu dienen sollte, den Investoren noch genug Zeit zu verschaffen, um ihre Felle ins Trockene zu bringen, wäre es doch ein „Unding“, diese in die Rettungsmaßnahmen mit einzubeziehen.

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