Staatsschulden 2014 gestiegen – Ausgaben für Rettung statt Investitionen

Haushaltsschulden-


Die öffentlichen Schulden Deutschlands stiegen im Jahr 2014 auf 2,17 Billionen Euro an. Aufgrund des Wirtschaftswachstums sank die Schuldenquote auf 74,7 Prozent. Ein Großteil des erwirtschafteten Überschusses diente allerdings nicht für den Schuldenabbau oder notwendige Investitionen, sondern als Vermögensaufbau in Form von Forderungen an die „Eurorettungs-Einrichtungen“ und der Rettung von Banken.

Europa Spiel

236 Mrd. € + 91 Mrd. € gingen in den vergangenen Jahren an die Euro- und Bankenrettung

Über 8% des BIP gingen an die privaten Finanzinstitute

Deutschlands Staatsschuldenquote ging im Jahr 2014 um 2,4 Prozentpunkte auf 74,4 Prozent zurück, so die Deutsche Bundesbank am Mittwoch. Zu verdanken sei dieser Rückgang dem nominalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Staatsschulden stiegen innerhalb des abgesteckten Rahmens des Maastricht-Vertrages zum Jahresende 2014 auf 2,168 Billionen Euro. Ein plus von 2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Der Überschuss betrug im Jahr 2014 18 Milliarden Euro. Per saldo wurde allerdings kein Beitrag für den Abbau der Schulden geleistet, sondern ein Anstieg des staatlichen Finanzvermögens, so die Bundesbank. So flossen rund 7 Milliarden Euro der Rettung der Gemeinschaftswährung Euro zu, da die Volumen der beiden Rettungsfonds, bzw. Rettungsschirme EFSF und ESM aufgestockt wurden.

236 Milliarden Euro kamen den Banken zu

Seit dem Jahr 2008 kamen den inländischen Finanzinstituten zur Stützung rund 236 Milliarden Euro zu. Das entspricht 8,1 Prozent des aktuellen BIP. Aufgrund der Euro-Rettungsmaßnahmen wuchsen die Schulden Deutschlands seit 2010 anteilig kontinuierlich an. Der Beitrag für die Eurorettung erreichte inzwischen 91 Milliarden Euro.

Die laufenden Stützungsmaßnahmen für Finanzinstitute seien zwar aufgrund des Schuldenabbaus bei den staatlichen „Bad Banks“ rückläufig, aber der Prozess verlangsame sich gleichzeitig.





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