Sparguthaben Euro-Zone unsicher: EU plant pauschalen Zugriff

EU Einlagensicherheit-


Die Guthaben auf den Sparkonten europäischer Banken sind „Freiwild“. Es scheint nun doch definitiv zu sein. Spareinlagen von Privatpersonen und kleineren bis mittelgroßen Unternehmen auf irgendeiner Bank innerhalb der Euro-Zone sind den Zugriffen durch die europäische Politik schutzlos ausgeliefert. Zyperns Rettungsmodell ist doch eine Vorlage für künftige Bankensanierungen und Sparer-Enteignungen.

Notenbank-Chef der Niederlande sprach „sehr verständlich“

Diebstahl durch Staat
Jedes Wochenende kommt mehr Spannung auf

Nun ist es ja wohl raus. Die als „missverstandene“ und deshalb wieder zurück gezogene Erklärung des Eurogruppen-Chefs Dijesselbloem, dass die „Rettungs-Vorgänge“ für Zypern eine „Blaupause bzw. eine Schablone“ für künftige Bankensanierungen in weiteren Euroländern darstellen könnten, scheint sich doch als „unmissverständlich“ zu bewahrheiten.

Klare Worte zu den Plänen Brüssels, wie künftig fallende Banken und deren Kunden zu behandeln seien, kamen am Donnerstag vom Präsident der Niederländischen Zentralbank Klaas Knot, der gleichzeitig auch ein Mitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) ist. Der Zentralbank-Chef erklärte, dass es an den Aussagen Dijesselbloems nichts auszusetzen gäbe, wie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten (DWN) (30.03.13) das niederländische Blatt Het Financieele Dagblad zitierte. Knot bestätigte, dass der Inhalt der Erläuterungen des Eurogruppen-Chefs in Europa bereits seit geraumer Zeit diskutiert würde. „Dieser Weg wird Teil des Prozesses sein, wie in Europa Banken liquidiert werden“, so der niederländische Notenbank-Chef.

Eine weitere Bestätigung hätte auch die Nachrichtenagentur Reuters von der Sprecherin Knots erhalten. Sie erklärte, dass die Aussage des Eurogruppen-Chefs Dijesselbloem definitiv kein Missverständnis sei.

Bankkonten werden Selbstbedienungsläden für die EU

Sämtliche Einlagen der Privatsparer und mittelständischen Unternehmen sind „vogelfrei“
Nachdem offenbar die mehrmals bestrittene Wahrheit dann doch noch eine Bestätigung fand, dürften die Banken und „Euro-Retter“ bei Zerschlagungen und Abwicklungen künftig die Bar-Einlagen der Sparer und Unternehmen als „verwertbare Bilanzen“ einberechnen. Das Geld der Anleger in der Qualität von Bargeld stellt gegenüber den reinen bilanzierten (Schein-) Werten ein echtes Ass im Ärmel dar.

Mit der Erklärung des Präsidenten der Niederländischen Notenbank wird gleichzeitig die EU-Einlagensicherung in Höhe von 100.000,- Euro zumindest in Frage gestellt. Ein rechtlicher Anspruch auf die Einlagensicherungen bestand noch nie („nur ein Versprechen“) und die beim Zypern-Rettungsprogramm noch angewandte Grenze bei 100.000,- Euro könnte der wiederholt erklärte „individuelle Bestandteil“ gewesen sein. Die Abschaffung einer Einlagen-Hürde, bis die künftigen Zwangsabgaben greifen können, ist mit einem einzigen Handstrich erledigt.

Die bereits mit Nachdruck vorangetriebenen Bestrebungen der Politik, das Bargeld abzuschaffen und Zahlungen nur noch auf dem elektronischen Wege zu ermöglichen, ergäben durchaus einen Sinn. Der Griff auf das Privatvermögen der Sparer funktionierte, gemäß Vorbild Zypern, per einfachen Knopfdruck, über Nacht, am besten am Anfang eines Wochenendes. Der überfallartige Zugriff auf das Bargeld unter dem Kopfkissen bleibt für den Staat ungleich schwerer.

Erst Anfang März erklärte die EU-Kommission, das Girokonto „für Jedermann“ als ein Grundrecht in der EU einzuführen. Ganz im Stile des „bösen Onkels mit seinen Bonbons“

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