Sparer stehen der Geldentwertung ratlos gegenüber

Ratlosigkeit Inflation-


Die allgegenwärtige Inflation lässt das ersparte Geld immer weniger Wert werden. Die Preise steigen an und mit dem gleichen Geldschein können weniger Produkte bzw. Dienstleistungen erworben werden. Deutschlands Bürgern ist die Teuerungsrate sehr bewusst und rechnen noch mit weiteren Inflationsschüben. Dennoch wissen nur die Wenigsten, was sie dagegen unternehmen könnten.

Ratlosigkeit gegenüber der Geldentwertung

Teuerungsraten
Inflation lässt Warenpreise ansteigen
Bild: Lupo / pixelio.de

Generell davon überzeugt, dass die Preise in Deutschland auch im Jahr 2013 weiter ansteigen werden, sind 94 Prozent aller Bundesbürger. Doch wie damit umgegangen werden soll, weiß nur eine Minderheit der Deutschen. Eine Umfrage der Forsa im Auftrag von Bank of Scotland zeigt die Unsicherheit der deutschen Bürger darin, wie auf eine anwachsende Inflation reagiert werde könne.

Immerhin rechnen laut Umfrageergebnis 54 Prozent mit mäßigen Preisschüben und 40 Prozent gehen sogar von deutlichen Teuerungsraten aus. Bei der Frage, wie das Problem einer Geldentwertung umgangen oder gelöst werden könnte, wissen nur die Wenigsten einen helfenden Rat. Dreiviertel sind schlicht ratlos. 15 Prozent der Befragten würden die Sache erst einmal „aussitzen“ und abwarten, ob ihr Glaube aufginge, dass die Zinsen für Sparer steigen werden. Nur 12 Prozent der befragten Bürger haben konkrete Maßnahmen in Aussicht. Dazu zählten der Kauf von Fonds oder Aktien (6 Prozent) sowie der Immobilienerwerb oder die Investition in Gold bzw. Gold-Zertifikate (je 3 Prozent).

Nach Bundesländern eingeteilt kalkulieren die Bewohner Thüringens mit 61 Prozent und Brandenburgs mit 55 Prozent am ehesten mit weiteren Preisanstiegen. Gelassener sehen eine Geldentwertung jedoch die Bewohner in Schleswig-Holstein (32 Prozent) und Hessen (25 Prozent).

Nach Altersgruppen betrachtet, steht besonders die jüngere Generation in der Stufe 18-bis 29 Jahren vor einem Rätsel, wie auf die Teuerungsrate reagiert werden könnte. 83 Prozent haben kein Konzept für Gegenmaßnahmen in der Tasche.

Forsa hinterfragte auch die Einschätzung der Bundesbürger, wie die Zinsen am Ende des Jahres 2013 aussehen könnten. Ein Drittel rechnet mit steigenden Zinsen, von konstanten Zinssätzen gehen 36 Prozent aus und 14 Prozent sehen erneute Zinseinbrüche auf die Sparer zukommen.

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