Spaniens neuer Rekordstand fauler Kredite zeigt wahren Zustand auf

Spanische Krisenbanken-


In Spaniens Banken lagern hoch explosive faule Kredite. Trotz der beständigen Wiederholung der These einer „spürbaren Verbesserung“ in der Eurokrise, ist der Berg aus „Doubtful Loans“ weiter angewachsen.

Eurozone

Diverse Einzelheiten überlagern die frohen Botschaften über die Euro-Gemeinschaft

Nach Griechenland und Italien folgt nun auch Spanien

Ein weiteres Puzzleteil wurde hinzugefügt und das wahre Bild des äußerst labilen Euro-Gebäudes, entworfen und begleitet von gefügigen politischen Architekten, verdeckt die offensichtlich falsch gewählte Vorlage. Bis zur Erholung, Entspannung und einem nachhaltigen Aufschwung innerhalb der Währungsgemeinschaft scheint es noch sehr weit hin zu sein.

Bevor das propagierte zarte Pflänzchen auch nur die ersten Sonnenstrahlen zu Gesicht bekommt, geschweige stabile Wurzeln schlagen kann, droht der vorzeitige und plötzliche Tod durch Gift und Austrocknung. Toxische Kredite der Banken könnten dem ohnehin fragilen Euro-Konstrukt den endgültigen Stoß zur finalen Implosion versetzen.

Gegenüber den aus Brüssel verlauteten frohen Botschaften stehen aktuell Rekord-Arbeitslosenzahlen in Griechenland, neue Rekord-Verschuldung des italienischen Haushalts und nun auch ein Rekord-Stand der in den spanischen Banken gelagerten faulen Krediten.

Die spanische Zentralbank Banco de España veröffentlichte heute die Bestände der faulen Kredite in den Bilanzen der spanischen Geldhäuser. Der Betrag der harmlos klingenden „Doubtful Loans“ kletterte innerhalb des Dezembers 2013 um gut 5 Milliarden Euro nach oben und erreichte damit einen neuen Rekordstand von fast 192,5 Milliarden Euro.

Der Anteil der „zweifelhaften Kredite“ wuchs damit auf 13,6 Prozent an, ebenfalls ein neuer Rekordstand bei Spaniens Banken.

So „glasklar“ wie der Primärüberschuss beim griechischen Haushalt berechnet worden ist – indem einfach die Zinszahlungen für die Hilfstranchen außer Acht gelassen wurden – so „eindeutig“ ist auch der augenblickliche Stand der Ausfall gefährdeten Kredite in Spanien. Im Hintergrund und beim Zusammenzählen aller faulen Kredite in Spanien wissentlich ausgelassen, befinden sich weitere rund 50 Milliarden Euro toxischer Darlehen, die bei der eigens eingerichteten „Bad Bank“ SAREB ausgelagert wurden.

Damit „brodelte“ in Spanien eine hochexplosive Finanzbombe, die in Etwa den Umfang bisher sämtliche an Griechenland gezahlten Hilfsgelder besitzt.

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