S&P stuft Italien runter – Bonität fast schon Risiko-Niveau

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Die Ratingagentur Standard & Poor’s stufte die Bonität der italienischen Staatsanleihen auf beinahe Risiko-Niveau. Die Kreditwürdigkeit wird lediglich als „BBB“ beurteilt und der Blick nach vorne zeigt ein „negatives“ Bild.

Europakrise

Europakrise im Abwärtssog gefangen. Jegliche Gegenmaßnahmen scheinen zu versagen

Italiens Bonität könnte für Euroraum wie ein Stiefeltritt wirken

Die „Euro-Romantiker“ blicken mit Besorgnis auf die steigenden Zinsen im Euroraum. Höhere Risikozuschläge verteuern das notwendige Kapital für die Krisenländer und drohen die bereits angelegten Knebel noch enger zu schnüren. Tatkräftige Unterstützung für den „straffen Sitz“ der Fesseln an Italien bietet nun die Ratingagentur Standard & Poor’s.

Die US-Ratingagentur S&P brachte die Kreditwürdigkeit Italiens am Dienstag in die Nähe von Ramsch-Niveau. Die Bonitätsstufe für die italienischen Staatspapiere ist nun statt bei der bisherigen „BBB+“ auf nur noch „BBB“ festgelegt. Zusätzlich sehen die Finanzexperten der Agentur Italiens Aussichten in einem „negativen“ Licht. Faktisch könnte in absehbarer Zukunft eine weitere Abstufung Italiens erfolgen.

Mit Italien handelt es sich nicht um ein kleines Euro-Land wie Zypern. Stellt man die Relationen beider Länder gegenüber, so wurde mit der Bonitätsabstufung das Feuer unter dem Pulverfass noch mal richtig eingeheizt. Die in europäischen Verhältnissen „winzige“ Wirtschaft Zyperns wurde von der Rettungspolitik als „höchstbrisant und systemrelevant“ eingestuft. Auch wenn der vorgenommene „Rettungsvorgang“ vielmehr als Feldversuch für Sparer-Enteignungen bezeichnet werden könnte, so wäre eine Verharmlosung der drohenden Folgen für Italien und Europa ein weiteres Highlight der Irreführungen.

Italien stellt in der Eurozone die drittgrößte Volkswirtschaft und kämpft noch verzweifelt gegen die anhaltende Rezession. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert derzeit eine Wirtschaftsschrumpfung um 1,8 Prozent für 2013. Weitere Bonitätsabstufungen und die Beförderung der italienischen Staatsanleihen in den Bereich der „Hochrisiko-Papiere“ könnte ein endgültiges Kippen des Euroraumes auslösen. Die Finanzmärkte stehen ohnehin unter Hochspannung und drohen bereits bei „harmlosen“ Botschaften aus der Politik und von den Notenbanken kopflos zu reagieren.

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