S&P sieht Argentinien auf der „Pleite-Stufe“ stehen

Argentinien vs. Hedgefonds-


Leistet Standard & Poor’s Schützenhilfe für den Hedgefonds? Die Ratingagentur stufte Argentinien noch vor Ablauf der Zahlungsfrist auf „beinahe insolvent“ ab. Der Streit um die Milliarden blieb ohne Ergebnisse. Das Pokerspiel um die Pleite des Landes geht weiter.

Prognosen

Gescheiterte Verhandlungen und ein vom US-Gericht gesperrtes Konto – Grundlage für S&P-Meinung

S&P griff vor und sieht Argentiniens Bonität auf „Pleite-Stufe“

Die Frist war noch nicht abgelaufen, das Echo der Verhandlungsgespräche noch nicht ganz verstummt, da meldete sich die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) zu Wort und stufte die Kreditwürdigkeit Argentiniens kurzerhand auf „teilweisen Zahlungsausfall“ ab. Der Schritt vom vorherigen Ramsch-Status „CCC“ zu „SD“ (Selective Default) war nicht sehr weit. Beim Ausblick in die Zukunft sieht S&P „negative“ Entwicklungen.

Der Streit zwischen dem Land Argentinien und den Hedgefonds blieb bislang ohne Ergebnisse. Die Hedgefonds-Manager „wollen Alles“ und Argentiniens Regierung will unter diesen Bedingungen erstmal „gar nichts“ bezahlen.

Lediglich die Zinsauszahlung an die Anleger in Höhe von 539 Millionen Dollar wird von Argentinien zur Verfügung gestellt. Doch an diesem Punkt wird die Qualität der Auseinandersetzungen mit der resultierenden Abstufung der Bonität verdeutlicht. Ein US-Gericht stoppte die Auszahlung der Renditen und veranlasste die Sperrung des Auszahlungskontos. Somit befindet sich Argentinien technisch gesehen im Zahlungsverzug. S&P nahm u.a. diesen Umstand als Begründung für die Abstufung des Landes auf „fast Insolvenz“.

Das Poker-Spiel geht vorerst weiter. Die Pleite Argentiniens wäre keine Premiere. Mit dem Sieg des Hedgefonds über den Staat kann jedoch gerechnet werden. Es geht um exorbitante Renditen. Brüssel sollte genau hinsehen, mit der Rettungspolitik für Griechenland wurden in der Eurozone die gleichen Voraussetzungen geschaffen.





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