SNB hebt Bindung zwischen Euro und Franken auf

Schweizer Notenbank-


Die Bindung zwischen Euro und Schweizer Franken gibt es nicht mehr. Die Schweizerische Nationalbank hob die Fixierung bei 1,20 Franken nach gut drei Jahren auf.

Schweizer Messer

SNB kappt Euro-Bindung und kehrt zur Vielfalt der eigenen Finanzinstrumente zurück

Der SNB dürften die EZB-Interventionen nicht ganz geheuer sein

Der derzeitige Eurokurs von weniger als 1,18 Dollar hing ohnehin nur noch an einem sehr dehnbaren seidenen Faden. Mit der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Bindung des Schweizer Frankens an die Gemeinschaftswährung aufzugeben, könnte damit der Rasierklingen-Schnitt vollzogen worden sein.

Anfang September 2011 beschloss die SNB die Bindung des Schweizer Franken an den Euro, mit dem Ziel, den Wechselkurs bei 1,20 Euro zu fixieren. Mit der Entscheidung am Donnerstag ist diese Fixierung ab sofort aufgehoben worden.

Gleichzeitig senkte die Schweizer Notenbank den Guthabenzins für Girokonten ab einem festgelegten Freibetrag auf -0,75 Prozent (-0,5 Prozentpunkte). Den Banken wurde der „Strafzins“ (Dreimonats-Libor) von bisher -0,25 bis -0,75 Prozent auf -0,25 bis -1,25 Prozent verschärft.

Die Nachricht der SNB schlug ein wie eine Bombe und überraschte die Marktteilnehmer ebenso wie Analysten und andere Marktbeobachter. An den Märkten ging / geht es dementsprechend drunter und drüber. Der Blick auf den Wechselkurs Euro-Franken zeigt heftigste Ausschläge zwischen anfänglichen 1,20 Franken, über 0,80 Rappen bis zu den inzwischen relativ stabilisierten 1,03 Franken.

Der Schweizer Franken wertete gegenüber dem Euro mit einem Schlag auf und dürfte für die Gemeinschaftswährung den Schmierfilm für ein noch schnelleres Abrutschen gegenüber dem US-Dollar liefern.

Die Europäische Notenbank (EZB) erhielt am Mittwoch den „Segen“ des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) für das längst angekündigte Anleihekaufprogramm (OMG). Der Druck auf die SNB war aufgrund der beständigen Interventionen der EZB ohnehin schon sehr groß. Die offenbar unmittelbar bevorstehenden Anleihekäufe dürften den Eidgenossen dann einfach zu viel des Guten sein.

Am 09. August 2011 betrug der Wechselkurs Euro zu Franken 1 zu 1,0075. Die Parität beider Währungen war quasi hergestellt und jagte den Schweizern einen gehörigen Schrecken ein. Philipp Hildebrand, damaliger SNB-Präsident, sah durch die „massive Überbewertung“ des Frankens die Schweizer Wirtschaft als bedroht an. Die Konsequenz folgte bald mit der gegenseitigen Fixierung beider Währungen. Die Parität dürfte nach gut drei Jahren nun zum Normalzustand werden.





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