Slowenien steht kurz vor Staatspleite

Eurokrise – Slowenien-


Sloweniens finanzielle Schieflage scheint den Haushalt des Landes nun endgültig zum Kippen zu bringen. Noch im kommenden Herbst könnte ein Aufspannen des Rettungsschirms notwendig sein, um die drohende Zahlungsunfähigkeit abzufangen.

Slowenien wäre Rettungsschirm-Kandidat Nummer Sechs

Slowenien
Slowenien steht vor Pleite

Womöglich wird das Euro-Mitgliedsland Slowenien bereits im kommenden Oktober als die Nr. 6 unter den Rettungsschirm. Wie Financial Times (FTD) (Montagsausgabe) berichtete, warnte Ministerpräsident Janez Jansa am Wochenende vor einer Staatspleite. Sollte es Slowenien nicht gelingen, Staatsanleihen zu verkaufen, drohe im Oktober die Zahlungsunfähigkeit.

FTD Analysten die Situation in Slowenien.

Völlig überraschend kommt die Warnung jedoch nicht. Die Schieflage im slowenischen Haushalt war bereits erkennbar. Die Ratingagentur Moody’s stufte Slowenien bereits Anfang Auguts auf „Ramsch-Niveau“ herunter. Nur wenige Tage vorher schlug der slowenische Finanzminister Janez Sustersic Alarm, dass die größte nationale Bank NLB über eine halbe Milliarde Euro benötigte, um die Wirtschaft wieder beleben zu können.

Sloweniens Wirtschaft ist demnach um -3,2% gegen die Schätzungen von Experten stark zurückgegangen. Die slowenischen Anleihen rentieren derzeit mit 6,8 % (10-jährige), gegenüber von 5,8% der Staatspapiere in Italien.

Bevor jedoch erste Hilfen aus dem Rettungsschirm beantragt werden, forderte Ángel Gurría, Generalsekretär der Industrieländerorganisationen OECD, die slowenische Regierung auf, zuerst auf die Reaktionen abzuwarten, nachdem das Defizit vorweg reduziert worden ist.

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