Sinn: Lohnkosten müssen für Integration der Flüchtlinge fallen

Flüchtlingskrise-


Eine Integration der Flüchtlinge wird womöglich erst mit der nächsten Generation gelingen. Bis dahin müssen die Lohnkosten fallen. Der Chef des Münchner ifo-Instituts hält an der Abschaffung der Mindestlohnregelung fest und spricht sich für zusätzliche Lohnzuschüsse aus.

Asyl

Integration nur auf Kosten der Gesellschaft. Industrie muss jedoch geschützt werden

Eh schon normal: Allgemeinheit zahlt für die Flüchtlinge

Für 800.000 Migranten werden zu Beginn rund 10 Milliarden Euro Kosten jährlich anfallen. Die Kosten sinken ab, wenn diese Menschen integriert werden und Steuern zahlen, so die Einschätzung von Hans-Werner Sinn, Chef des Münchner ifo-Instituts im Interview mit Die Zeit (08.10.15). Der Bundesregierung blieben lediglich drei Möglichkeiten, die in Deutschland angekommenen Asylbewerber zu integrieren. Für die Flüchtlinge dürfe kein Mindestlohn gelten, die Unternehmen erhielten Lohnzuschüsse, oder der Mindestlohn werde komplett abgeschafft.

Sinn favorisiert die flächendeckende Einstellung des Mindestlohns, inkl. Auszahlung eines Lohnzuschusses. Es sei ohnehin schon Normalfall, dass die Firmen bei den Löhnen sparten und die Allgemeinheit für die Flüchtlinge zahle. Es ginge lediglich darum, „ob wir Menschen in der Arbeit bezuschussen oder ohne Arbeit vollständig alimentieren“, so Sinn.

Der Bedarf an Arbeitskräften sei vorhanden, aber mit den Flüchtlingen handelte es sich um viele Analphabeten und Leute mit geringer Schulbildung oder Abschlüssen. Diese seien mit unseren Abschlüssen nicht vergleichbar. Die Löhne für einfache Arbeit werden unter Druck geraten, da die Flüchtlinge überwiegend in einfach Jobs drängen werden.

Für die Gesellschaft bliebe nur die Wahl zwischen arbeitslosen Flüchtlingen oder mehr Billigjobber. Eine bessere Ausbildung erforderte Ganztagsschulen, mehr Ausbildungsplätze und Deutschkurse auch für Angehörige. Diese „Herkulesaufgabe“ werde womöglich erst in der folgenden Generation mit Erfolg gekrönt sein. Zwischenzeitlich müsse für die Integration der „gering qualifizierten Flüchtlinge“ an der Variante fallender Lohnkosten festgehalten werden.





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