Sicherheiten Anleger – Sparkassen erhalten wieder verstärkten Zulauf

Die Sparkassen erwiesen sich während der „ersten großen“ Finanzkrise 2007/2008 als eine feste Säule im Finanzsystem. Das Geschäftsjahr 2009 wurde trotz des großen Banken-Wackelns durch ein Jahresüberschuss von 2,3 Milliarden Euro mit einem satten Gewinn abgeschlossen.

Im Jahr zuvor konnten die öffentlich-rechtlichen Institute noch ein Plus von 800 Millionen Euro verzeichnen.

Noch als die Auswirkungen der „ersten großen“ Finanzkrise 2007/2008 deutlich zu spüren war, kommentierte der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) „Unsere Sparkassen und Genossenschaftsbanken erweisen sich in der aktuellen internationalen Finanzkrise als stabile Säulen im Bankensystem.

Hier zeigt sich, dass es von Vorteil ist, wenn Unternehmen auf nachhaltige langjährige Entwicklungen und nicht nur kurzen, maximalen Profit im nächsten Quartal setzen…“

Die soliden Finanzgeschäfte der Sparkassen gegen Profit-Gier der Privatbanken

Sparkassen

Sparkassen erhalten mehr Zulauf
Bild: Alexander Smushkov - Fotolia.com

Was unterscheidet nun die Sparkassen von den allgemeinen Banken? Grundsätzlich ist auch eine Sparkasse ein Kreditinstitut. Sparkassen sind bis auf wenige Ausnahmen öffentlich-rechtliche Kreditinstitute.

Die Kerngeschäfte einer Sparkasse befinden sich in den angebotenen verzinslichen Geldanlagen, sowie der Finanzierung von nötigen Investitionen in der Bevölkerung. Sparkassen beschränken ihre Geschäfte in der Regel auf das lokale Gebiet, meist ein Landkreis, ein Zweckverband oder innerhalb einer Stadt.

Der Unterschied zwischen Sparkasse & Bank
Den Ursprung fanden Sparkassen im Gedanken, den armen Bevölkerungsschichten eine Möglichkeit zu geben, Geld u.a. für die Altersvorsorge verzinst anzulegen.

Inzwischen betreiben auch Sparkassen die üblichen Bankgeschäfte. Doch nach wie vor handeln sie in den beschränkten Bereichen des Regionalprinzips. Zu den Kunden zählen Privatpersonen, Unternehmen, institutionelle Kunden und sogar die Kommunen.

Der große Unterschied zu den privaten Banken liegt jedoch am Zweck der Finanzgeschäfte. Private Banken erstreben einen höchstmöglichen Gewinn, der in erster Linie alle Teilhaber und Aktionäre zum jeweiligen Quartal „zufrieden stellen“ soll.

Eine Sparkasse jedoch handelt nicht primär für eine Gewinnmaximierung, sondern zum gemeinen Wohl. „Die Erzielung von Gewinn ist nicht der Hauptzweck des Geschäftsbetriebes“. Entstandene Gewinne unterliegen zum Verwendungszweck den regionalen Sparkassengesetzen.

Überschüsse eines Geschäftsjahres finden meist Verwendung für gemeinnützige Einrichtungen und auch karitative Zwecke.

Erhöhtes Sicherheitsbedürfnis der Kunden bestätigt Konzept der Sparkassen

Der Sprecher der Sparkasse Düsseldorf brachte es gegenüber der „Neuen Ruhr/Rhein Zeitung“ auf den Punkt (10.2008): „Unser Modell ist vielleicht nicht unbedingt sexy, wenn alles auf die Börse schaut“. Diese Feststellung bezieht sich vor allem auf die Hintergründe der Einlagensicherungen von Sparkassen.

Spekulationen und riskanter Wertpapierhandel gehören nicht zu den Tagesgeschäften der öffentlich-rechtlichen Sparkassen. Die Finanzkrise 2008 konnten die soliden Sockel der Sparkassen nicht zum Erschüttern bringen, ganz im Gegenteil.

Das erhöhte Sicherheitsbedürfnis der Sparer und Anleger bescherten den Sparkassen einen regelrechten Zulauf und konnten am Ende sogar noch gestärkt hervortreten.

Die lauten Töne sind oft die falschen
Viele Politiker und sog. „Finanzexperten“ sollten sich lieber im Hintergrund halten, als öffentlich ihren Zeigefinger zu heben, um Bevölkerung, Banken und Wirtschaft zu ermahnen. Schon so manche Inkompetenz ist damit ebenfalls klar an die Öffentlichkeit geraten.

Das solide Haushalten und die Immunität gegen pure Profitgier geben den Sparkassen eine ebenso solide Glaubhaftigkeit. Als die Sparkassen bereits im Mai 2011 vor den erneut aufflammenden „Exzessen auf den Finanzmärkten“ warnten, hätten besser mehr einflußreiche Politiker darauf hören sollen.

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Heinrich Haasis, schon damals: „Die inzwischen wieder zunehmende Entfernung von Teilen der Finanzwirtschaft von realen Wirtschaftsvorgängen beinhaltet die Gefahr von neuen Finanzblasen“.

Am Ende kann auch der vernünftige Sparer zum Verlierer werden
Sparer die ihr Geld gegen eine höchstmögliche Sicherheit anlegen wollen, tendieren wieder verstärkt zu den Anlageformen der Sparkassen. Vernünftiges Wirtschaften steht vor dem Profit, das wirkt sich dementsprechend auf die versprochenen Renditen aus.

Jedoch verzichten immer mehr Anleger auf Höchstzinsen, um dafür mehr Sicherheiten zu erkaufen. Dennoch könnte auch der vorsichtige Sparer am Ende der Verlierer sein, wenn ein beträchtlicher Teil seines Einkommens für das Stopfen von Milliardenlöcher der unverantwortlichen Privat Banken verwendet werden soll.

Eigentlich durch ESFS schon eine beschlossene Sache.

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Quelle: wikipediaHandelsblattSueddeutsche.dewirtschaft t-online

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