Sentix Index Januar 2014: Investoren halten Eurozone für sehr robust

sentix Index Januar 2014-


Die Anleger signalisieren zum Jahresbeginn 2014 hohe Zuversicht zur Zukunft der Euro-Zone. Die Austrittswahrscheinlichkeit eines Mitgliedslandes der Währungsgemeinschaft ist auf ein Allzeit-Tief gefallen. Investoren und Unternehmen befinden sich derzeit auf einer Linie.

Euro-Austritt

Investoren sehen in Griechenland, Zypern und Portugal wieder höhere Risiken

Die Investoren gesellen sich zu den Unternehmern

Die Investoren schätzen den Euro-Bruch eines Mitgliedslandes zum Jahresauftakt 2014 so gering ein wie noch nie zuvor. Der sentix Euro Break-up Index (EBI) sank zum dritten Mal in Folge nun auf das Allzeit-Tief von 13,3 Prozent. Noch im Vormonat betrug der Wert 17,0 Prozent.

Damit bewegt sich die Investoren-Einschätzung indirekt proportional zu den Aussichten der deutschen Unternehmer. Das Münchener ifo-Institut bestätigte in der jüngsten Umfrage die inzwischen hohe Zuversicht innerhalb der unterschiedlichen Firmen-Sparten. Die Investoren sehen den aufstrebenden Ast innerhalb der europäischen Konjunktur von der umgekehrten Richtung. Deren Einschätzung betrifft die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Ausstieges innerhalb der nächsten 12 Monate.

Lt. Sentix ist es lediglich Griechenland und Zypern zu verdanken, dass der EBI-Wert noch im zweistelligen Bereich liegt. Die befragten Investoren sprechen den beiden Krisenländern mit Abstand die höchste Wahrscheinlichkeit zu, die Währungsgemeinschaft in den nächsten 12 Monaten zu verlassen. Dennoch ging auch für die zwei südeuropäischen Euroländer der Pessimismus wiederholt deutlich zurück.

Die Anleger mit etwas aufstrebenden Sorgen um die zwei Wirtschaftsgrößen Italien und Frankreich sind im Januar offensichtlich wieder beruhigt worden. Die erst kürzlich von Paris veröffentlichten Arbeitsmarktdaten und die darauf folgenden Reaktionen in der Bevölkerung könnten jedoch für den kommenden Monat eine Revision im EBI-Wert hervorrufen.

Institutionelle Anleger sehen das Euro-Austrittsrisiko noch in einem etwas differenzierten Blickfeld. Zu den „Austritts-Kandidaten“ zählte neben Griechenland und Zypern auch Portugal mit einem Wert von 2,5 Prozent. Für alle weiteren Euro-Mitgliedsländer werde mit jeweiligen Werten von unter 1 Prozent jedoch keine nennenswerte Wahrscheinlichkeit eines Euro-Austritts angenommen.

In Anlehnung des von vor zwei Wochen veröffentlichten sentix-Konjunkturindex deutete der aktuelle Euro Break-up Index darauf hin, dass Anleger die Eurokrise zum Jahresbeginn 2014 weiträumig ausgeblendet haben.

Der zusammenfassende sentix Euro Break-up Index beträgt für den Monat Januar 2014 13,3% (Dezember 17,0%). Dieser Wert beschreibt die Wahrscheinlichkeit für das Ausscheiden mindestens eines der Euro-Länder aus der Währungsgemeinschaft innerhalb der folgenden 12 Monate.

Die „Top 5“ im sentix Euro Break-up Index Januar 2014

Land Austritts-Wahrscheinlichkeit Veränderung
Griechenland 10,8% -2,5
Zypern 6,6% -3,4
Portugal 1,7% -1,0
Italien 1,6% -0,5
Deutschland 1,2% -0,7

Quelle: sentix

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

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