Schwarzgeld aus Griechenland soll nachversteuert werden

Griechenlandkrise-


Die griechische Regierung ist offensichtlich mit Eifer daran beschäftigt, die Auflagen zu den milliardenschweren Hilfskrediten zu erfüllen. Nach der Verabschiedung der Steuerreform für erhöhte Haushaltseinnahmen folgt der Griff zu „versäumten“ Steuergeldern aus den ins Ausland geschafften Schwarzgeldern griechischer Bürger.

Griechische Steuerbehörde verschickt „Einladungsschreiben“

Sparmaßnahmen
Kette von Sparmaßnahmen
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Nachdem das griechische Parlament die Steuerreform durch gewunken hatte, folgt nun ein nachträglicher Griff in die „steuerliche Vergangenheit“.

Der Rückblick geht bis ins Jahr 2009. Griechenlands Regierung hat die Überprüfung von Geldüberweisungen ins Ausland überprüfen lassen und darauf hin rund 25.000 Griechen eine „Einladung“ verschickt, um die Herkunft des Geldes nachzuweisen. Sollte eine ordentliche Steuerabfuhr „vergessen“ worden sein, dann erhalten die vermeintlichen Steuersünder die Gelegenheit das Geld entweder nachzuversteuern oder sich mit einer Konfrontation mit der Justiz vorzubereiten. Mit dem Eingang der schriftlichen Aufforderung bleiben 20 Tage Frist.

Immerhin kalkuliert die griechische Regierung durch die nachträglichen Steuereinnahmen aus dem Zeitraum zwischen 2009 und 2011 mit bis zu 2,5 Milliarden Euro. Ein Betrag der sogar höher werden könnte als die jüngst verabschiedete Steuerreform pro Jahr einbringen soll.

Am Montag sollen im griechischen Parlament weitere Reformen beschlossen werden, bei denen mitunter auch die Modalitäten zu den Rückzahlungen der bereits erhaltenen Hilfskredite mit einbezogen werden.

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