Schuldenrückkauf Griechenlands im 2. Anlauf abgeschlossen

Griechenlandkrise-


Im zweiten Anlauf scheint es Griechenland nun doch gelungen zu sein, das Schuldenrückkauf-Programm mit den gewünschten Resultaten abzuschließen. Am Dienstag 13:00 ging auch die Verlängerung der Anleihenauktion zu Ende und der nächste Zug im „Spiel um Griechenland“ geht nun an die Euro-Gruppe, die über die nächste Hilfstranche an Athen zu entscheiden hat.

In der Verlängerung wurde das korrigierte Ziel erreicht

Kredit-Auszahlung
Weg für Kreditauszahlung ist frei
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Mit der Verlängerung der Anleihenauktion hat Griechenland den Sack letztendlich zugemacht. Obwohl die Ausrufe eines Erfolgs noch etwas verhalten klingen, scheint der Schuldenrückkauf über den Erwerb bereits ausgegebener Staatsanleihen abgeschlossen zu sein.

Nach EU-Diplomaten „sehe es nicht schlecht aus“, meldete u.a. die Neue Westfälisch (nw-news) (Dienstag). Damit wäre eine nächste Hürde zur Auszahlung der vorbereiteten Kredittranche in Höhe von fast 44 Milliarden Euro an Athen überwunden. Das letzte Wort zur Freigabe der Hilfsgelder soll am Donnerstag gesprochen werden. Die Euro-Gruppe will sich bei einem Sondertreffen kurz vor dem festgelegten EU-Gipfel in Brüssel zusammenfinden und über die Überweisung nach Griechenland entscheiden.

„Etwas kleinere Brötchen backen“

Der Jubel am Wochenende, nach dem Abschließen der ersten Auktion stellte sich rasch als verfrüht heraus. Vielmehr dürfte sich die frohe Botschaft über einen erfolgreichen Rückkauf der Staatsanleihen um einen „diplomatischen Honig-Akt“ des griechischen Staatschefs Samaras gehandelt haben, der zu diesem Zeitpunkt beim Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) hofierte.

Was mit „vollem Erfolg“ abgeschlossen wurde, bedürfe eigentlich keine Verlängerung. Aber genau das wurde ebenfalls noch am Wochenende beschlossen. Es gab demnach doch noch zu wenige Willige, die ihre griechischen Anleihen gerne zu den angebotenen Konditionen umtauschen wollten. Nicht auszuschließen, dass eine gewisse Anzahl Nachzügler vor bereits verschlossenen Türen standen und Athen einer Sonderaktion nicht „widerstehen wollte“.

Unterm Strich ging das gesamte nun am Dienstagmittag abgelaufene Schuldenrückkauf-Programm nicht so „aalglatt“ auf wie erhofft. Die Konditionen mussten zu Ungunsten Griechenlands korrigiert werden, um die Anleihen-Inhaber aus ihren Reserven zu locken. Der „Hebel“ wurde kürzer, ein 1:3 ist nicht erreicht worden. Die Medien berichten zwar von „besseren Angeboten als erwartet“, dennoch kann davon ausgegangen werden, dass Griechenland keine andere Möglichkeit hatte, als am „Preis zu schrauben“.

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