Schuldenquote Eurozone & EU etwas reduziert

Öffentliche Schulden –


Die Schuldenquoten in der Eurozone und in der EU sind im dritten Quartal 2018 leicht zurückgegangen. Von der Einhaltung des gemeinsam unterschriebenen Maastricht-Vertrages sind beide Wirtschaftsgebiete jedoch noch meilenweit entfernt.

EU Flagge

Missachtung des Maastricht-Vertrages ist bereits Normalfall

Schuldenquoten beider Zonen sanken um je 0,2 Punkte

Die Quote der öffentlichen Schulden der Euro-Mitgliedsländer sank im dritten Quartal 2018 auf 86,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Schuldenquote in der EU lag im gleichen Zeitraum bei 80,8 Prozent, wie Eurostat mitteilte. Damit sank die Schuldenquote in der Eurozone gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozentpunkte ab. In der EU betrug der Schuldenabbau ebenfalls 0,2 Prozentpunkte. Ein Jahr zuvor lag die Schuldenquote in der Eurozone bei 88,2 Prozent und in der EU bei 82,5 Prozent.

Zu den Schulden nahmen Schuldverschreibungen einen Anteil von 81,2 Prozent (Eurozone) bzw. 82,0 Prozent (EU) ein, Kredite hatten einen Anteil von 15,7 bzw. 13,8 Prozent und Währungen sowie Einlagen 3,1 bzw. 4,2 Prozent.

Maastrichter Verträge beschreiben max. 60 %

Die öffentlichen Schulden der beiden Wirtschaftsräume werden eingerahmt von Griechenland mit der höchsten Schuldenquote und Estland mit den niedrigsten Verbindlichkeiten. Gemäß der gemeinsam in Maastricht abgezeichneten Verträge müsste es eigentlich aufgrund der zu hohen Schuldenquote von „Ermahnungen“ aus Brüssel nur so hageln. Zulässig ist demnach eine Schuldenquote von maximal 60 Prozent des BIP. Rund die Hälfte aller Mitgliedsländer weist eine höhere Quote als die Maastricht-Vorschrift auf. Doch die „Blauen Briefe“ bleiben aus. Alles normal und es seinen gewohnten Gang.




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