Schuldendrama Griechenland: (Faule) Zwischenlösung in Sicht

Griechenlandkrise-


Im Schuldendrama Griechenlands bahnt sich eine (faule) Zwischenlösung an. Die Optionen für Griechenland waren ohnehin nur auf „Konkurs oder Insolvenz“ reduziert. Vorgelegte und sofort umgesetzte Sparpläne hätten die akute sowie chronische Schuldensituation Athens nicht entschärfen können. Nun folgt offenbar die logische Konsequenz, nachdem das hoffnungslos überschuldete Euro-Mitgliedsland mit „aller Gewalt“ in der Eurozone gehalten werden soll: Eine weitere Milliarden-Zahlung.

Europaspiel

Es wird weiter „gerettet“. Für Griechenland werden weitere Milliarden locker gemacht

Mit einem 3. Hilfsprogramm werden Schulden noch weiter angehoben

Eine der Regelung nach den Maastrichter Verträgen gibt die maximal zulässige Schuldenquote von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor. Diese Linie ist im Laufe der Eurokrise längst Makulatur geworden. Deutschland und Frankreich waren übrigens die ersten beiden Euro-Mitgliedsländer, die das Maastricht-Kriterium (folgenlos) brachen.

Griechenlands Schuldenquote befindet sich trotz aller „Hilfs- und Rettungsmaßnahmen“ bei rund 175 Prozent des BIP. Diese extrem hohe Schuldenquote entstand durch die „Zwangsaufnahme“ von Krediten (als Hilfsgelder bezeichnet), um die Bankenlandschaft und deren Gläubiger zu befriedigen, und den Einbruch des Wirtschaft um rund 25 Prozent. Höhere Schulden auf der einen Seite und ein schrumpfendes BIP auf der anderen Seite, brachte das Land in eine Schulden-Situation, die nie und nimmer aus eigener Kraft bewältigt werden kann.

Den Gläubigern, der Troika (jetzt Institution) und den Brüssel-Politikern müsste es eigentlich glasklar sein, dass ein Land mit weit mehr als 300 Milliarden Euro Schulden und einer geringeren Wirtschaftsleistung als Bayern unrettbar überschuldet ist. Der griechischen Regierung ist das „hintergründlich tatsächliche“ Wissen der Geldgeber völlig bewusst.

Nach ewigem (sinnlosen) Hin und Her zu Zahlungsforderungen, Aufschüben, und Aufforderungen zu weiteren Sparplänen, scheint nun die Variante „drittes Hilfsprogramm“ für Griechenland zur gegenwärtigen Zwischenlösung des Problems zu werden. Die Gläubiger boten Athen offenbar eine Verlängerung des noch laufenden Programms um fünf Monate sowie ein dritte Milliarden-Zahlung mit einer Laufzeit von drei Jahren an. Es handelte sich um die „Kleinigkeit“ um 15,5 Milliarden Euro. Damit ginge die aussichtslose „Rettungsaktion“ in die wiederholte Verlängerung.





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