Schulden-Bank Monte dei Paschi braucht viel mehr Kapital

Bankenkrise-


Nachdem Italiens Schulden-Bank Monte dei Paschi die Zusage einer staatlichen Rettung erhielt, kann die gesamte Wahrheit Stück für Stück ans Tageslicht getragen werden. Fünf Milliarden Euro notwendiger Kapitalzuschuss waren wohl als Verhandlungsbasis gedacht. Es sind weitaus mehr.

Notwendige Kapitalspritze in nur 3 Wochen geisterhaft angestiegen

Euro-Flucht
Geisterhafte Schuldenvermehrung bei Monte?

Bisher standen 5 Milliarden Euro Kapitallücke im Raum, die bis zum Jahresende unbedingt geschlossen werden müssten. Nun erhöhte sich der Betrag „urplötzlich“ auf knapp 9 Milliarden Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) nannte lt. Handelsblatt aus heiterem Himmel einen deutlich höheren Finanzierungsbedarf. Demnach ermittelte die EZB eine Kapitallücke in Höhe von 8,8 Milliarden Euro. Seit Ende November und dem 21. Dezember habe sich die finanzielle Lage der italienischen Traditionsbank dramatisch verschlechtert.

Der von Italiens Regierung geschaffene „Rettungsfonds“ wurde gleich zum Auftakt mit 20 Milliarden Euro ausgestattet. Allerdings gilt dieser Fonds aus Mitteln der Steuerzahler für den gesamten italienischen Bankensektor. Monte dei Paschi ist „nur“ die drittgrößte Bank Italiens, zu diesem Zeitpunkt aber das Kreditinstitut mit den bisher bekannten größten Problemen. Monte dei Paschi wird von einem Berg fauler Kredite erdrückt.

Es bleibt Raum für Spekulationen, auf welchem Weg sich die finanzielle Lage der Schulden-Bank innerhalb von lediglich 3 Wochen derart „verschlechtern“ konnte.


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