Schrumpf-Wirtschaft: EU-Kommission revidiert bisherige Voraussagen

Eurokrise-


Die Wirtschaft in der Eurozone wird 2013 voraussichtlich stärker schrumpfen als bisher eingeschätzt. Die EU-Kommission korrigierte die ursprünglichen Prognosen auf einen Wirtschaftsrückgang von -0,4% noch im laufenden Jahr.

Erneute Korrektur bereits überholter Voraussagen & Schätzungen

Konjunktur-Prognosen
EU-Kommission setzt für Eurozone neue Schätzung an

Die Konjunktur in der Eurozone entwickelt sich doch nicht wie ursprüngliche „geschätzt“ oder gar „erhofft“. Von Wachstum, sei sie auch nur eine kleine Zahl nach dem Komma, kann in diesem Jahr offensichtlich überhaupt nicht mehr die Rede sein. Wiederholt müssen einst abgegebene Prognosen nach unten korrigiert werden.

Die EU-Kommission geht nun davon aus, dass die Wirtschaft am Ende 2013 um -0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft sein wird. Starke Zugkräfte aus den schwachen Konjunkturen in den südlichen Euro-Ländern haben den größten Anteil am gemeinsamen Abrutsch der ER17-Wirtschaftsleistung. Die stärksten Wirtschaftsschrumpfungen wiesen Portugal mit -2,3 Prozent, Griechenland mit -4,2 Prozent und Zypern mit -8,7 Prozent auf.

Dennoch bringt die EU-Kommission nach wie vor eine ordentliche Portion Optimismus an den Tag. Ab 2014 solle es dann wieder aufwärts gehen und für die Wirtschaft bis zum Jahresende ein Plus von 1,2 Prozent beschert haben. Diese Annahme beruht jedoch auf Spekulationen, die auf einen belebteren Konsum der Verbraucher und steigende Investitionen baut. Demnach wäre mit einer verstärkten Binnennachfrage und einer einsetzenden Entspannung zu rechnen.

Die Hoffnung auf die Konjunktur antreibenden Kräfte könnte „bei vorgehaltener Hand“ aufgrund der hohen Defizite der Euro-Länder Nahrung finden. Voraussichtlich werden sich im Laufe 2013 sämtliche Mitgliedsstaaten neu verschulden und teils sogar erheblich. Die 3-Prozent-Marke wird beinahe ausnahmslos gerissen, u.a. von Portugal, Irland, Frankreich, Zypern und den Niederlande. Spaniens Neuverschuldung wird für das laufende sowie für das folgende Jahr auf bis zu 7,0 Prozent ansteigen.

So gänzlich überraschend sollte die erneute Korrektur der Konjunktur-Prognosen durch die EU-Kommission nicht sein. Die Europäische Zentralbank (EZB) nannte bereits Anfang März 2013 als „neue Hausnummer“ die -0,5% Wirtschaftsrückgang im aktuellen Jahr. Zuvor war die Notenbank noch von einem Zuwachs um +0,5% ausgegangen. Der Wirtschaftszuwachs für 2014 wurde mit voraussichtlichten +1,0% jedoch etwas vorsichtiger eingeschätzt.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.