Schottlands Unabhängigkeit: Ohne EU werde das Land ärmer

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Die Abstimmung über ein unabhängiges Schottland soll im September 2014 stattfinden. Die kontroversen Stimmen zu Für und Wider eine schottische Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich werden lauter. Auf der einen Seite Warnungen vor einer Verarmung Schottlands und auf der anderen Seite gezeigte Stärke für die Fähigkeit eines durchaus soliden EU-Mitgliedsstaates.

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Ein von Großbritannien unabhängiges Schottland würde jedes Jahr um 3,8 Milliarden Pfund (rund 4,5 Mrd. Euro) ärmer werden. Um dies zu vermeiden bliebe Schottland lediglich vom Unabhängigkeitsbestreben abzusehen oder der Versuch, als unabhängiger Staat wieder in die Europäische Union aufgenommen zu werden. Doch dafür stünde das Vertrauen in ein unabhängiges Schottland auf zu „wackeligen Beinen“, so der britische Außenminister William Hague in einer Rede in Glasgow. Die Aussagen stützten sich lt. Euobserver auf die Erkenntnisse eines Schreibens zur „Schottland-Analyse“.

Wenn Schottland das Vereinigte Königreich verließe, so würde diese einen Rückgang im internationalen Einfluss sowie steigende Kosten zur Folge haben, so Finanzminister Danny Alexander, dessen Wahlkreis sich in den schottischen Highlands befindet. Es sei nicht überraschend, wenn die Anwälte der britischen Regierung die Behauptung aufstellten, Schottland müsse sich für einen EU-Beitritt erneut bewerben, falls für eine Unabhängigkeit gestimmt werde.

Hague erklärte in einem BBC-Interview, dass die Schotten keinen Zweifel daran haben sollten, dass ihr unabhängiges Land für die EU-Mitgliedschaft erneut eine Bewerbung stellen müsse.

Im September 2014 soll in Schottland darüber abgestimmt werden, ob das Land das Vereinigte Königreich verlassen wird.

Die Regierung Schottlands gehe davon aus, dass eine Abspaltung von Großbritannien und die Verhandlung mit der EU für eine beständige Mitgliedschaft0 18 Monate in Anspruch nehmen werden. Der Vorsitzende der schottischen Regierung, Alex Salmond, ginge davon aus, dass sein Land in der Lage wäre, seinen Status innerhalb der 28-Länder-Gemeinschaft neu zu verhandeln. Der stellvertretende erste Minister, Nicola Sturgeon, konterte die Warnungen aus dem Analyse-Papier damit, dass er die Pläne von Premier David Cameron, die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens neu auszuhandeln, für eine größere Bedrohung Schottlands in der EU halte.

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