Schadenersatzklage: Deutsche Bank im Visier der Monte dei Paschi

Monte dei Paschi vs. Deutsche Bank-


Auf die größte deutsche Bank kommen weitere Probleme hinzu. Die italienische Groß- und Traditionsbank Monte dei Paschi will die Deutsche Bank aufgrund fauler Derivategeschäfte, die auf einen Millionenverlust hinaus liefen, auf Schadenersatz verklagen.

Die „Rücklagen“ erhalten einen weiteren Bestimmungszweck

Schadenersatz
Weiterer Titel in der Problemliste der Deutschen Bank

Ein erheblicher Anteil der im letzten Quartal 2012 eingefahrenen Verluste der Deutschen Bank beruht lt. eigenen Angaben auf den „Rückstellungen für diverse Rechtsstreitigkeiten“. Neben den bereits voraussichtlichen „Ausgleichszahlungen“ für vergangene Libor-Manipulationen, sofern der endgültige Nachweis erbracht wurde, sowie der noch schwebenden Angelegenheit bezüglich Emissions-Zertifikate und Umsatzsteuer, erhält der „Verwendungszweck“ der Rücklagen einen weiteren potenziellen Posten.

Die italienische Traditionsbank Monte dei Paschi wirft der Deutsche Bank vor, am enormen Verlustgeschäft über den Handel mit Derivaten beteiligt gewesen zu sein. Der entstandene Schaden liegt bei rund 730 Millionen Euro. Am Freitag reichte Monte dei Paschi deshalb eine Schadenersatzklage gegen die deutsche Großbank ein.

Die Höhe der geforderten Summe wurde vom ältesten Bankhaus der Welt noch nicht genannt, allerdings zeigte der juristische Vorstoß bereits Wirkung, lt. manager-magazin online (Freitag) stürzte die Aktie der Deutschen Bank förmlich ab.

Mit dem japanischen Finanzkonzern Nomura erhält die größte deutsche Bank einen Mitstreiter. Während die Deutsche Bank Ende 2008 am Derivategeschäft „Santorini“ beteiligt war, hatte Nomura ein knappes Jahr später ihre Finger in der Transaktion „Alexandria“ im Spiel. Beide offenbar faulen Geschäfte führten der ohnehin schwer angeschlagenen italienischen Großbank erhebliche Nadelstiche zu, denn der italienische Staat ist bereits mit Milliardenkredite helfend eingesprungen.

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