Samsung überrascht Märkte mit Rekordumsatz, Apple wohl auch

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Samsung, der weltgrößte Hersteller in seiner Sparte, sorgt mit neuen Rekordumsätzen und -gewinnen im vierten Quartal 2012 für viel Überraschung und auch Unruhe. Die Freude des Einen ist das Leid des Anderen und letzteres dürfte in Cupertino zu finden sein.

Samsung schlägt wiederholt den Mitbewerber aus den USA

Samsung Smartphones
Samsung läuft Apple um Längen davon
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Der bedeutendste Nebenbuhler vom US-amerikanischen Herstellers Apple sorgt noch vor der Veröffentlichung der offiziellen Quartalszahlen für eine dicke Überraschung an den Technologie-Märkten. Der südkoreanische Elektronik-Riese Samsung bringt mit den vorab bekannt gewordenen Bilanzen des abgelaufenen Quartals sehr viel Freude für Investoren und eine gehörige Portion Frust für das Apple-Management in Cupertino.

Samsung ist der weltgrößte Speicherchip- und Smartphone-Hersteller mit Hauptsitz in Südkorea. Am Dienstagabend gab der Elektronikgigant die ersten Ergebnisse zum vierten Quartal 2012 sowie zum Ganzjahres-Ergebnis bekannt. Somit rechnet Samsung mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses um 89 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht einer Summe in Höhe von umgerechnet rund 6,3 Milliarden Euro.

Würden die Zahlen mit der am 25. Januar geplanten Veröffentlichung der Bilanzen bestätigt werden, hätte Samsung seinen Erz-Rivalen Apple im vierten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal wiederholt um 8,6 Prozent übertroffen. Mit diesem Ergebnis sorgte der südkoreanische Elektronikriese sogar für verdutzte Analysten, deren Erwartungen mit dem erreichten Umsatz von rund 40 Milliarden Euro im letzten Quartal deutlich übertroffen wurden.

Hauptfeder für den überragenden Erfolg von Samsung ist die ungebremste Nachfrage für Smartphones. Daneben nannte der Konzern auch Flachbildschirme für mobile Tablets als einen weiteren Antrieb für die großen Umsatzzahlen im vergangenen Jahr.

Apple spielt durch Selbst-Demontage Samsung ordentlich zu

Samsungs Rekordgewinn zum fünften Mal in Folge dürfte in manchen „Hinterzimmern“ des US-amerikanischen Konkurrenten Apple einen sauren Magen verursachen. Der einst raketenhafte Aufstieg des „Styling-Produzenten“ aus Cupertino befindet sich bereits seit Monaten auf einen schwebenden Sinkflug. Der Scheitelpunkt des Börsenwerts wurde gegen Mitte September 2012 überwunden und fiel inzwischen auf den Wert vom März 2012 zurück.

Neben den quantitativen Verlusten hat sich Apple selbst einige tiefe Kratzer im qualitativen Image zugefügt. Der ewig anmutende Streit um vermeintliche Rechte auf Patente gegen Samsung geht inzwischen auch vielen Verbrauchern „gehörig auf die Nerven“. Dem ehemaligen Innovations-Muster-Unternehmen sind offenbar die Ideen für wirklich „bahnbrechende“ Produktneuerungen ausgegangen, stattdessen setzte man auf Altes mit ein paar neuen Gimmicks. Konsumenten werden die Rechtfertigungen für „gefühlte völlig überzogene Preise“ immer weniger verstehen können.

„Schuster bleib‘ bei deinen Leisten“. Ein Leitsatz der auch Apple gut tun würde. Der einstige „Frontalangriff“ gegen Google (Google-Maps vs. Apple Maps / Mobile) war ein kräftiger Fehltritt und vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass im hauseigenen Kreativ-Studio derzeit die Luft raus ist.

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