Russlands Lebensmittel Embargo stellt EU-Bauern vor ein Dilemma

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Das Embargo gegen Lebensmittel aus dem Westen trifft die EU hart. Die Obstbauern müssen mit einem regelrechten Preisverfall rechnen, da sie auf Berge von Obst und Gemüse sitzen bleiben. Für Österreichs Präsident des Bundes-Obstbauverbands eine Katastrophe.

Äpfel

Die Obst- und Gemüsebauern der EU befinden sich in einem Dilemma

Berge von Agrarprodukten warten auf einen Abnehmer – Preissturz befürchtet

Die von Russland gegen den Westen verhängten Sanktionen auf Lebensmittellieferungen sind alles andere als „kleines Gemüse“. Brüssel und Washington starteten gegen Russland eine ganze Kette von Strafmaßnahmen für Privatpersonen, Banken und letztendlich auch gezielt Unternehmen, um den Wirtschaftssektor zu treffen. Moskau antwortete mit dem Importstopp von Lebensmitteln aus dem Westen, u.a. Agrarerzeugnisse wie Milchprodukte, Getreide, Obst und Gemüse.

Das Embargo gegen westliche Lebensmittel lassen den Präsidenten des Bundes-Obstbauverbands Österreichs, Rupert Gsöls, auf einen ganzen Berg Obst und ebenso große Probleme blicken. Die Wirtschaftssanktionen gegen den Westen sei eine Katastrophe für ganz Europa, so Gsöls zu den Salzburger Nachrichten (Dienstag).

In diesem Jahr rechnet der Präsident nach der Ernte mit rund zwölf Millionen Tonnen Äpfeln und damit weit mehr als der Durchschnitt in den vergangenen Jahren. Polen wird voraussichtlich auf 700.000 Tonnen Äpfel sitzen bleiben, die eigentlich für Russland bestimmt gewesen wären. Im vergangenen Jahr lag der Erzeugerpreis bei knapp 40 Cent pro Kilogramm Äpfel. Ab einem Preis von 35 Cent könne der Obstbauer bereits investieren. Aufgrund der Lebensmittelsanktionen drohen die Preise auf bis zu 20 Cent einzubrechen, so die Befürchtungen Gsöls.

Profiteure der Sanktionen gegen die EU werden andere Länder, besonders Schwellenländer sein. Die Türkei bot Moskau bereits Lieferungen von Obst und Gemüse an. Brasilien steht ebenfalls schon parat, um Russland mit Lebensmitteln aus eigener Produktion zu beliefern.

Die USA zogen die EU offensichtlich über den Tisch

Die USA bedrängten Brüssel regelrecht, die „fälligen Sanktionen“ gegen Russland zu verhängen und sind nun auch nach Einleitung der Gegenmaßnahmen Moskaus fein raus. Während sich die EU und Russland zu einem großen Teil einen gemeinsamen Kontinent teilen und sehr enge wirtschaftliche Beziehungen pflegten, kann Washington die über Russland verhängten Strafen sehr gut verschmerzen. Das im Mittelpunkt stehende Mega-Öl-Projekt in Zusammenarbeit mit ExxonMobil Russia läuft „wie geschmiert“.





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