Russlands Abwärtsspirale zieht Verursacher mit in die Tiefe

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Die Sanktionen, die anhaltende Kapitalflucht und der extrem niedrige Ölpreis setzen der russischen Wirtschaft kräftig zu. Es droht eine Abwärtsspirale. Der eingestürzte Rubel wird den in Russland ansässigen europäischen Firmen voraussichtlich viel größere Probleme bereiten als bisher angenommen.

Europakrise

Sanktionen gegen Russland und Streit um Ölpreis treffen die Urheber selbst

Russische Abwärtsspirale zieht Verursacher mit in die Tiefe

Der wirtschaftliche Niedergang Russlands ist auch der Schaden der deutschen und europäischen Wirtschaft. Im vergangenen Jahr brachen die Ausfuhren nach Russland um rund ein Viertel ein und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet mit weiteren Rückgängen um 15 Prozent im Jahr 2015.

Der Metro-Konzern befürchtet rund 200 Millionen Euro Verlust aufgrund eines dauerhaft schwachen Rubels. Russlands Verbraucher und Unternehmen verloren enorm an Kaufkraft. Im Prinzip sind alle in Russland tätigen europäischen Firmen vom Rubel-Zerfall betroffen, ausgelöst durch die von EU- und USA-Sanktionen provozierte Wirtschaftskrise. Für die Europäische Union ein klassisches Eigentor.

Die Abwärtsspirale könnte im laufenden Jahr noch deutlich beschleunigt werden. Moskau revidierte die Wachstumserwartung für 2015 und zwar drastisch nach unten. Sanktionen, anhaltende Kapitalflucht und der extrem niedrige Ölpreis gehen an die Substanz. Russlands Regierung rechnet für 2015 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3 Prozent. Damit dürfte das Vertrauen in den Rubel noch weiter geschwächt werden, mit den entsprechenden Konsequenzen der Abwertung.





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