Russland-Sanktionen: Wirtschaftsschaden für Deutschland wächst weiter an

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Die wirtschaftlichen Schäden durch die von den USA angetriebenen und von der EU vollzogenen Sanktionen gegen Russland nehmen immer größere Dimensionen ein. Die Landwirte in Deutschland beklagen inzwischen Verluste im Milliardenbereich.

Kartoffel-Kartell

Deutschlands Export landwirtschaftlicher Produkte nach Russland nahe der Null

Handelsbeziehungen zwischen Russland und USA florieren nach wie vor

Seit August 2014 gilt für die EU ein Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Produkte in die Russische Föderation. Moskau antwortete mit dieser Maßnahme auf die zuvor von Brüssel gegen Russland verhängten Strafmaßnahmen. Initiator der umfangreichen Sanktionsmaßnahmen sind die USA. Washington „bestand“ darauf, dass die EU den Handel mit Russland stark einschränke, um Moskau für die Rückholung der Krim und die Unterstützung der selbsternannten Republiken in der Ost-Ukraine zu bestrafen.

Während die USA das offiziell verhängte Embargo gegen Russland offenbar nur halbherzig „interpretieren“, fahren vor allem die Landwirte in der EU einen Verlust nach den anderen ein. Mit dem Beginn der stufenweise aufgestockten Sanktionswellen gegen Russland brachen die Umsätze der deutsch-russischen Exportwirtschaft reihenweise weg. Washington dagegen erfreute sich über ein gestiegenes Handelsvolumen mit Moskau. Die von den USA umgesetzten Strafmaßnahmen betreffen den Finanzsektor Russlands, aber der Austausch von Waren scheint noch reibungslos zu funktionieren. So müssen z.B. die deutschen Maschinenbauer herbe Umsatzeinbußen beklagen und der Handel mit Raketenantrieben zwischen den USA und Russland wird nach wie vor lebhaft weitergeführt.

Deutschlands Landwirte erlitten seit dem russischen Lebensmittelembargo inzwischen Verluste in einem Rahmen von rund einer Milliarde Euro. Deutschlands Export von Nüssen und Obst nach Russland brach um 99 Prozent ein, so der russische Handelsvertreter Juri Stezenko zu Rambler News Service (RMS).

Deutschlands wie auch Österreichs Industrievertreter fordern unlängst die Einstellung der Sanktionen und die Wiederaufnahme der vollumfänglichen Handelsbeziehung mit Russland. Die Erlaubnis aus Washington lässt jedoch auf sich warten.





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