Russland-Konflikt: Washington scheint die Aussichtslosigkeit erkannt zu haben

Russland Konflikt-


US-Außenminister John Kerry besucht seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, überraschend. Offenbar erkennt Washington die Aussichtslosigkeit der bisherigen Anti-Russland-Politik.

USA

Die US-motivierte Anti-Russland-Politik hinterließ in Europa einen riesigen Scherbenhaufen

Die „Oberscharfmacher“ stimmen nun ganz andere Töne an

Es hat wohl nicht funktioniert. Russland konnte trotz einer Kette von Wirtschaftssanktionen, politische Isolation und verbale Attacken nicht einfach ins Abseits gestellt werden. Weder die „warnenden Worte“ der „Oberscharfmacher“ Anders Fogh Rasmussen, ehemaliger Nato-Generalsekretär, noch sein Nachfolger Jens Stoltenberg, konnten das westliche „Verteidigungsbündnis“ zu einem geschlossenen Vorgehen gegen den vermeintlichen „Aggressor“ Russland im Ukraine-Konflikt bewegen.

Rasmussen wurde nicht müde, stets neue fraglichen Belege zu den „zweifellos aggressiven Handlungen“ Moskaus auf den Tisch zu legen. Während der dänische Nato-Generalsektretär lediglich als gut funktionierendes Sprachrohr der Nato-Führung (USA) fungierte, trommelte der eigentliche Mentor, der Nato-Oberbefehlshaber General Breedlove, umso mehr auf der Anti-Russland-Werbetrommel und schoss dabei regelmäßig kräftig über die Grenze der Glaubwürdigkeit hinaus.

Auf der diplomatischen Ebene der „Anti-Russland-Bewegung“ ist Außenminister John Kerry zuständig. Das aneinander Reihen der von den US-Geheimdiensten vorgelegten „unwiderlegbaren“ Beweisen zu Moskaus kriegerischer Beteiligung am Konflikt in der Ost-Ukraine endete im wachsenden Zweifel der europäischen Verbündeten. Die Brücke zur vollkommenden Unglaubwürdigkeit aufgrund der nicht vergessenen gefälschten Beweise zu Saddam Husseins allumfassend vernichtende Bewaffnung, schlug Kerry gleich selbst. „Im 21. Jahrhundert verhält man sich nicht wie im 19. Jahrhundert, indem man auf Basis frei erfundener Gründe in ein anderes Land einmarschiert“, so John Kerry als Antwort zu Russlands Besetzung der Halbinsel Krim.

Nun hat offenbar Washington verstanden, dass die eingefahrene Schiene aufgrund schwerer Alterssymptome nicht mehr funktioniert und auf der anderen Seite ein Land wie Russland nicht einfach so kontrolliert werden kann wie der Irak, Libyen, oder Serbien, schon gar nicht wenn sich Moskau und Peking um ein ganzes Stück näher gerückt sind.

Kerry besucht am Dienstag seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, mehr überraschend als geplant. Moskau begrüßt diesen Schritt als eine „weise Entscheidung“ des US-Außenministers und betont, auf eine Normalisierung in der Beziehungen zwischen Russland und den USA hinarbeiten zu wollen.





Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen
Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.