Rubel schmiert ab, Griechenland droht Zusammenbruch, USA zufrieden

Konjunktur & Krise-


Russlands Rubel und Wirtschaft droht der Absturz. Griechenlands Finanzmärkte drohen zusammen zu brechen. In den letzten Tagen des Jahres 2014 drohen noch dramatische Zuspitzungen, mit denen die USA äußerst zufrieden sein könnten.

Euro Rettung

Russland und Eurozone könnten aus gleichen Gründen in die Schlagzeilen geraten

Rubel und Euro am Ende im gemeinsamen Abwärtsstrudel?

Russlands Rubel stürzte in die Tiefe und die Renditen für griechische Staatsanleihen kletterten steil nach oben. Die Gelassenheit an den Finanzmärkten ist abhanden gekommen, wobei die in Russland gesehenen Risiken nicht unerwünscht sein dürften. Der Börsen-Crash bei den Helenen wird voraussichtlich sehr bald neue Debatten über weitere Hilfsmaßnahmen auslösen.

Der Rubel krachte am Montag in die Tiefe und in einer „Nacht- und Nebel-Aktion“ schraubte die russische Zentralbank den Leitzins von vormals 10,5 auf 17 Prozent nach oben. Zu den genaueren Details bleibt die Notenbank zugeknöpft und spricht lediglich von „der diktierten Notwendigkeit, die in letzter Zeit gewachsenen Inflations- und Abwertungsrisiken einzudämmen“. Der Kreml äußerst sich gar nicht zu diesem geldpolitischen Beschluss und beruft sich auf die Unabhängigkeit der russischen Zentralbank.

Während der drohende Kollaps des russischen Rubels von einer Vielzahl westlicher Länder nur mit einem „oberflächlichen Bedauern“ betrachtet wird, hält man sich zu den Turbulenzen an den Finanzmärkten Griechenlands lieber vornehm zurück. Die in der vergangenen Woche abgestürzten Aktienmärkte und in die Höhe geschossenen Renditen für Griechenland-Anleihen dürfte es nach den Milliarden-Zuschüssen und in allen Tönen gelobten „Erfolgen“ gar nicht geben.

In Athen steht wieder ein politisches Geplänkel an, bei dem der alte / neue Regierungs-Chef möglichst in der Gunst der EU-Kommission stehen sollte, allen voran dem EU-Kommissionspräsidenten Juncker. Alleine die in den Raum gesetzte Botschaft, die linke Opposition Syriza könnte nach einer zuletzt durchgeführten Umfrage an die Regierung kommen, versetzte den Finanzmarkt-Teilnehmern einen ordentlichen Schrecken.

Immerhin zeichnet sich in der Ukraine-Krise erstmals eine reale Entspannung ab. Die Kämpfe zwischen den Truppen Kiews und den Milizen der Ost-Ukraine haben deutlich nachgelassen. Eine Waffenruhe für einen längeren Zeitraum ist bereits in Reichweite und die Gesprächsbereitschaft aller beteiligten Gruppierungen wächst.

Der lachende Dritte könnte Washington sein. Russlands Konjunktur- und Finanzmarkteinbruch verliefe lt. Plan. Sollte Griechenland kollabieren, wäre es auch für die Eurozone nur noch einen Fußbreit bis zum Abgrund. Rund 240 Milliarden Euro Hilfsgelder würden Athen nicht vor dem Untergang bewahrt haben und mit der Ukraine hat sich die EU zu allem Überfluss noch eine ungleich schwere Eisenkugel angelegt.

Für die USA wären derlei Entwicklungen in Europa glänzende Voraussetzungen, um den eigenen Dollar über Wasser halten zu können. Lediglich der Ölpreis-Verfall und der jüngst entfachte Machtkampf mit Saudi Arabien um die Vorherrschaft im internationalen Rohölmarkt dürfte in dieser Art nicht vorgesehen worden sein.





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