Rosig niedrige Arbeitslosenzahlen im Mai 2015 – Es scheint zu brummen

Konjunktur Deutschland-


Die Agentur für Arbeit veröffentlichte für den Mai 2015 rosige Statistiken zu den Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote sank demnach auf eine neues Tief der letzten Jahr und gleichzeitig steigt die Erwerbsquote kontinuierlich an.

Hunger

Die Arbeitslosenquote sank im Mai 2015 weiter ab. Die nicht mitgezählten Arbeitslosen im Gepäck

Vorbildliche Wirtschaftszahlen für den Rest der Euro-Zone

Die Arbeitsmarktlage in Deutschland sah im Mai 2015 rosig aus. Der Abbau der Arbeitslosenzahlen wurde auch im vergangenen Monat fortgesetzt. Die Bundesagentur für Arbeit zählte im Mai 2015 rund 2,762 Millionen Arbeitslose in Deutschland. Gegenüber dem April 2015 ein Rückgang um ca. 81.000 Menschen und um rund 120.000 Personen weniger als noch ein Jahr zuvor.

Damit sank die Arbeitslosenquote nach „offiziellen Zahlen“ im Mai 2015 auf 6,3 Prozent, ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte. Die Zahl der Unterbeschäftigten sank im Mai um -73.000 auf 3,634 Millionen Personen (-165.000 Personen gegenüber Mai 2014).

In umgekehrter Sicht befindet sich die Anzahl der Beschäftigungen in Deutschland auf dem aufsteigenden Ast. Im Jahr 2014 wurde lt. Statistischem Bundesamt (Destatis) ein neues Rekordhoch bei der Beschäftigtenzahl erreicht, nachdem auch das Wirtschaftswachstum mit einem Plus von 1,5 Prozent höher ausfiel als in den vergangenen zehn Jahren zuvor.

Die Bundesagentur für Arbeit meldete für den März 2015 eine Beschäftigtenzahl von 30,469 Millionen Menschen. Ein Plus um 195.000 Personen gegenüber Februar 2015, bzw. plus 537.000 Personen gegenüber dem Vorjahres-Monat.

Konjunktur in Deutschland – Arbeitsmarkt durch rosa Brille betrachtet

Die deutsche Konjunktur und der Arbeitsmarkt scheinen zu Brummen. Wirtschaftswachstum und schrumpfende Arbeitslosenzahlen in einem Umfeld der Stürme und Krisen. Eine geringe Arbeitslosenquote in Deutschland ist jedoch nur eine reine „quantitative“, nicht jedoch eine „qualitative“ Aussage. Es wäre nur zu einfach, wenn der Arbeitende zu den Beschäftigten zählte und der nicht Beschäftigte zu den Arbeitslosen.

Nicht einmal der Erhalt von Arbeitslosengeld I oder II ist eine „Garantie“ dafür, in der Statistik als Arbeitsloser erfasst zu werden. Im Jahr 2012 galten nur knapp 43 Prozent der erwerbsfähigen Arbeitslosengeld II -Empfänger auch als wirklich arbeitslos. Die Mehrheit der ArGe-Empfänger und in der Arbeitslosenstatistik nicht erscheinenden Personen nahmen an Födermaßnahmen teil, andere verdienten sich als sog. Aufstocker, andere wiederum waren „vorübergehend“ krankgeschrieben.

Wer älter als 58 Jahre alt ist und in den vergangenen zwölf Monaten Arbeitslosengeld II bezog sowie kein Angebot für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhielt, taucht ebenfalls nicht (mehr) als Arbeitsloser auf. Auf der Seite der jüngeren Generationen fallen die Personen aus der Arbeitslosenstatistik heraus, die nach dem Schulabschluss weder Arbeit noch Lehrstelle erhalten. Das trifft auch auf die jungen Menschen zu, die nach einer Lehre vom Betrieb nicht übernommen werden.

„Chronische Problemfälle“, also als „nicht vermittelbar“ Arbeitslos geltende fallen aus der Statistik auch heraus. Das gilt u.a. für Schwerbehinderte sowie für alleinerziehende Mütter mit zwei oder mehr Kindern. Wer aus welcher Maßnahme oder Programm der Arbeitsagentur auch immer einen „1-Euro-Job“ nachgeht, ist ebenfalls nicht arbeitslos.

Wer offiziell einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht, kann sich glücklich schätzen, nicht einem Mini-Job nachgehen zu müssen, der seit dem 01.01.2015 wenigstens mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro vergütet wird.





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