Rollentausch im Ukraine-Konflikt: Waffen schweigen, Medien ballern

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Rollentausch im Ukraine-Konflikt. Während die seit Sonntag gültige Waffenruhe in weiten Teilen der Ost-Ukraine eingehalten wird, scheinen dagegen die Mainstream Medien aus allen Rohren zu ballern. Eine weitere Welle vermeintlicher russischer Truppenbewegungen in der Ukraine überschwemmte die Medienlandschaft.

Gewehre

Gewehre in verordneter Ruhestellung. Medien üben sich als Warmhalteplatte

Die Waffenruhe scheint nicht ganz genehm zu sein

Der in Minsk vereinbarte Waffenstillstand scheint über weite Räume eingehalten zu werden. Mit dem Gongschlag zur Mitternachtsstunde zum Sonntag sollten die Waffen im Ost-Ukraine Konflikt zum Schweigen gebracht werden. Lediglich im derzeitigen Brennpunkt der kriegerischen Auseinandersetzungen scheint es nach wie vor zu Gefechten zu kommen. Im Gebiet von Debalzewo sollen rund 5.000 ukrainische Soldaten von den Separatisten eingekesselt worden sein. Im Gebiet Debalzewo kam es auch nach wenigen Stunden nach Mitternacht zum gegenseitigen Beschuss. Die gegnerischen Einheiten warfen sich die Verletzung der Waffenruhe gegenseitig vor.

Auffällig zu den Friedensverhandlungen und dem final vereinbarten Waffenstillstand ist die in den Mainstreams erneut aufkommende Variante von in die Ukraine einmarschierenden russischen Truppen. Teils dubiose Berichte mit nicht haltbaren bzw. sogar nachweislich veralteten „Beweisfotos“ wollen eine Invasion Russlands belegen. So veröffentlichte ein US-Senator als „Beleg“ Bilder von russischen Panzern, die sich aber sehr schnell als Aufnahmen aus dem Jahr 2008 in Georgien herausstellten.

Ähnlich agierte auch das ZDF in seinem heute.de Liveblog. Kiew soll demnach 50 russische Panzer in der Ost-Ukraine gesichtet haben. Damit dieser Aussage mehr Gewicht verliehen wird, präsentierte man passende Russland-Panzer unter dem Artikel. Wiederum handelte es sich um mindestens 5 Jahre altes Archiv-Material zum Thema Georgien-Krieg.

Zeit-Online blies ins gleiche Horn und versuchte es mit der Verbreitung von Überzeugungsarbeit der US-Regierung. Satellitenbilder in der „üblichen Qualität“, präsentiert auf der Twitter-Seite von Geoffrey Pyatt, sollen wieder einmal belegen, dass es sich mit den diversen „Flecken und Klecksen“ auf den Fotos um russische Truppen handeln soll.

Wer an der Berichterstattung so mancher „Leitmedien“ zweifelt, kann sich seine Lektion von der F.A.Z. erteilen und sich wieder „gerade biegen“ lassen.





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