Riss in der Eurozone – Deutschland setzt stur auf Grexit – Zerreißprobe

Griechenlandkrise-


Der Riss innerhalb der Eurozone wird größer. Deutschland steuert offenbar auf einen Grexit zu und Frankreich sowie Italien fordern ein unbedingtes Halten Griechenlands in der Währungsgemeinschaft. Luxemburg warnte die Bundesregierung vor den katastrophalen Folgen und Bundeskanzlerin Merkel gibt sich kaum kompromissbereit.

Eurofrage

Athen wandelt sich zum Zuschauer der zerstrittenen Eurogruppen-Arena

Eurogruppe heillos zerstritten. Die Zerreißprobe im vollen Gange

Eine Lösung der Griechenlandkrise zusammen mit den Gläubigern scheint ferner denn je. Als wenn die teils extrem unterschiedlichen Standpunkte zwischen Athen und den Geldgebern nicht ausreichen würden, streitet nun die Eurogruppe selbst, dass die Fetzen fliegen.

Die über das Wochenende angestrebte Entscheidung über das von der griechischen Regierung vorgelegte Sparpaket ist buchstäblich geplatzt. Verschiedener können die Standpunkte innerhalb der Eurogruppe gar nicht sein. Zwischen den in Lagern gespaltenen 19 Euro-Mitgliedsländern tobt ein heftiger Sturm.

Frankreich und Italien sprechen sich für ein unbedingtes Halten Griechenlands innerhalb der Eurozone aus, während Deutschland offenbar einen Grexit favorisiert. Frankreichs Präsident Hollande erklärte lt. Kathimerini, dass er alles versuchen werde, um einen Grexit abzuwenden. Italiens Regierungschef Renzi forderte die Bundesregierung dazu auf, die Sparpläne Athens anzuerkennen und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) lenkte ein, die Sparpläne nicht zu jeder Bedingung zu akzeptieren.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn warnte Deutschland vor den tiefgreifenden Folgen, wenn weiterhin auf ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft gedrängt werde. Das Festhalten an einem Grexit provoziere einen Konflikt mit Frankreich. Das „wäre eine Katastrophe für Europa“, so Asselborn zur Süddeutschen Zeitung (Montagsausgabe).

Beim Treffen der Euro-Finanzminister muss es „derb“ zugegangen sein. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem brach die „traute Runde“ vorzeitig ab.





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