Rezessionswahrscheinlichkeit: Brexit hat schwer verunsichert

Konjunktur-


Der noch längst nicht vollzogene EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) hat die Teilnehmer an der deutschen Wirtschaft schwer verunsichert. Die Rezessionswahrscheinlichkeit ist lt. IMK stark angestiegen.

Brexit hat die Finanzmarktteilnehmer sehr „beeindruckt“

Ampelsystem
IMK-Indikator nähert sich gelber Leuchte

Die deutschen Unternehmen trauen sichtlich der neu entstandenen Lage nach dem Referendum über den EU-Austritt in Großbritannien nicht, obwohl der entschiedene „Brexit“ noch mehr graue Theorie als Praxis ist. Dieses „Grau in Grau“ sorgt für größere Verunsicherungen auf den Finanzmärkten. Der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung zeigt eine deutlich gestiegene Rezessionswahrscheinlichkeit.

Der Wert für den Zeitraum Juli bis Ende September 2016 eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 21 Prozent aus, so das IMK. Im Monat zuvor lag der Indikator noch bei 8,8 Prozent. Allerdings „leuchtet“ nach dem IMK-Ampelsystem noch die grüne Lampe. Die Vorwarnstufe „Gelb“ beginnt bei 30 Prozent.

Vor allem die Börsen seien auf den Finanzmärkten besonders von einer verfestigten Unsicherheit aufgrund der Brexit-Entscheidung betroffen. Die durchaus positiven Entwicklungen bei der Zinsdifferenz zwischen deutschen Staats- und Unternehmensanleihen sowie den Auftragseingängen deutscher Unternehmen seien von den kräftigen Kursverlusten an den Börsenplätzen überlagert worden.

Das IMK rechnet mit seiner aktuellen Konjunkturprognose als Folge des Brexit mit spürbaren Auswirkungen auf das Wachstum der deutschen Wirtschaft. Die Forscher gehen davon aus, dass die Unsicherheit die Investitionsdynamik in der deutschen Wirtschaft weitgehend zum Stillstand kommt und die deutschen Exporte durch den schwachen Pfund gedämpft werden. Die Wachstumserwartung für 2017 liegt nach der jüngsten Korrektur bei 1,3 Prozent.


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