Rekord-Niveau fauler Darlehen in Banken der Eurozone

Bankenkrise-


Die These einer beendeten Eurokrise wird angesichts der auf faule Darlehen sitzenden Banken der Eurozone stark relativiert. Gegenüber dem umlaufenden Kreditvolumen erreichte der Anteil der teilweise bzw. vollständig ausgefallenen Kredite ein neues Rekord-Niveau.

Spaniens Banken übernehmen „Führungsrolle“

Faule Kredite
Labiles Fundament aus faulen Darlehen
Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

Die Aussage, die Eurokrise wäre über das Schlimmste hinaus, wenn nicht sogar beendet, wurde abermals widerlegt. Die derzeitige relative Ruhe in den Finanzmärkten könnte auch darin begründet sein, dass alle Marktteilnehmer gebannt das Abflammen der Zündschnur anstarren und keinerlei Reaktionen fähig sind.

In der Eurozone droht eine Bombe zu platzen, die eine bisher nie da gewesene Detonationsenergie entwickelt hat. In den vergangenen Jahren vollzog sich eine Wandlung einstiger Kredite zu höchst brisantem Sprengstoff. Lt. den Wirtschaftsprüfern des international tätigen Unternehmens Ernst & Young werden in den Kellern der Kreditinstitute innerhalb der Eurozone bald sog. faule Kredite mit einem Volumen von insg. 918 Milliarden Euro eingelagert sein. Europas Banken pflegen ihr Dasein als ungesicherte Pulvertürme.

Der Anteil der faulen Darlehen wird voraussichtlich zum gesamten im Umlauf befindlichen Kreditvolumen von 6,8 auf 7,6 Prozent ansteigen und somit einen neuen Rekordwert erreichen.

Spaniens Kreditinstitute steuern den Löwenanteil bei
Mit rund 247 Milliarden Euro an faulen Kredit ist der Anteil der spanischen Kredithäuser am größten und wird im Laufe des Jahres gegenüber 2012 um 56 Milliarden Euro zugelegt haben. Zum gesamten Kreditvolumen in der Eurozone steuert das südeuropäische Mitgliedsland 15,5 Prozent aus faulen Darlehen bei. Eine logische Konsequenz aus der geplatzten Immobilienblase.

Steigende Tendenzen zur „Sprengkraft“ zeigen auch die Geldhäuser in Italien. Mit 10,2 Prozent Anteil haben die dortigen Banken den „Vorrat“ um 8 Milliarden Euro ausgebaut sitzen nun auf rund 130 Milliarden Euro nicht mehr bedienter Darlehen.

Die gegensätzlichen Entwicklungen im Norden
In Deutschland, Frankreich und in den Niederlanden lasten faule Kredite auf die Geldhäuser ebenfalls in einem sehr hohen Volumen. Dennoch stellte Ernst & Young abfallende Tendenzen fest und geht davon aus, dass das Gesamtvolumen der faulen Kredite im Jahr 2013 183 Milliarden Euro (auf 2,7%) absinken wird. auf die Geldhäuser.

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