Rekord-Defizit USA: Weder Novum, noch Überraschung

US-Wirtschaft –


Die USA haben im vergangenen Haushaltsjahr ein „Rekord-Defizit“ eingefahren. Das höchste Minus seit Jahren, so der Gleichklang in den Medien. Dabei ist die parasitäre Existenz der US-Wirtschaft alles andere als ein Novum.

Dollar

Eigene Schulden können nur geringer werden, nachdem anderen etwas weggenommen wurde

Noch funktioniert das Spiel wegen Monopolstellung Fed

Die USA hätten derzeit kaum Aussichten auf die Aufnahme in die europäische Währungsgemeinschaft. Gemäß der inzwischen auch innerhalb der Eurozone nur als theoretisch gehandhabten Richtlinien nach Maastricht darf (dürfte) ein Euro-Land ein Haushaltsdefizit von höchstens 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufweisen. Mit der nun jüngst bekanntgegebenen US-Haushaltslage von 4,6 Prozent Defizit des BIP wäre eine Aufnahme ausgeschlossen. Dies scheiterte bereits an der Schuldenquote von knapp 106 Prozent des BIP zum Stand Ende 2018. Maastricht schreibt maximal 60 Prozent vor.

Das in den USA nun im letzten „Geschäftsjahr“ erreichte Minus beträgt satte 984 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 205 Milliarden Dollar, bzw. um 26 Prozent.

Erzielt wurde das erneute kräftige Minus aufgrund der um nur 4 Prozent gestiegenen Einnahmen im Bereich von 3.460 Billionen Dollar, gegenüber von um 8 Prozent gestiegenen Ausgaben in Höhe von rund 4,450 Billionen Dollar.

Haushaltsminus in Verbindung mit seit Jahrzehnten chronischen Handelsbilanzdefiziten kann deshalb auch nur in einer höheren öffentlichen Verschuldung münden, wie die Entwicklung der folgenden Grafik zeigt:

Das Schuldenspiel könnte rechnerisch auch endlos weitergehen

Die USA ziehen lediglich noch den Nutzen von der Monopolstellung ihrer Notenbank Federal Reserve (Fed) und den Anspruch, die Leitwährung inne zu haben. Somit war es den USA in Verbindung mit ihrer globalen militärischen Präsenz leicht möglich, über Dekaden hinweg weit über ihre Verhältnisse zu leben. Eine Insolvenz der USA träte allerdings nur dann ein, wenn die Fed davon absehen würde, weitere aus dem Nichts geschaffene Dollar gegen Zinszahlung an die US-Regierung zu verleihen. Ein Abbau der Schulden ist im Gesamten ohnehin nicht möglich, da selbst die Rückzahlung sämtlicher aufgenommener Kredite immer noch die verlangten Zinsen übrig ließen. Diese Zinszahlungen können jedoch nur durch die Aufnahme weiterer Kredite geleistet werden. Es handelt sich somit schon rein systematisch um eine sich beschleunigende Schuldenspirale. Theoretisch könnte das Spiel auch einfach so weiter gehen. Es müssten lediglich immer schneller immer mehr Nullen an die Zahlen gehängt werden. Ein Ende könnte jedoch auch die Abkehr immer mehr Länder vom US-Dollar als Leitwährung einläuten. Die Beibehaltung dieses parasitären Spiels setzte die Gelddruck-Monopolstellung der Fed und den internationalen Öl- und Warenhandel in Dollar voraus. Einige Länder versuchten bereits die Abspaltung vom US-Dollar (z.B. Libyen, Irak) und andere Länder sind gerade dabei (z.B. China, Russland, Iran).

Das mediale Trompetenblasen aufgrund des US-„Rekord-Defizits“ ist ohnehin gegen den amtierenden US-Präsidenten gerichtet und weniger gegen die vermeintliche Verantwortungslosigkeit, welche auch schon bei den Vorgängern Obama und Bush Junior hätte gleichwertig kritisiert werden können.

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