Rechtsstreitigkeiten – Deutsche Bank erwartet 600 Mio. € Mehrbelastungen

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Rechtsstreitereien in Deutschland, Europa und USA zwingen die Deutsche Bank dazu, die bereits veröffentlichten Jahreszahlen 2012 nach unten zu korrigieren. Die Rücklagen wurden nachträglich um 600 Millionen Euro angehoben, da offenbar mit einer sehr viel höheren Belastung als bisher gerechnet wird.

Die Rechnung könnte für die Deutsche Bank sehr lange werden

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Götterdämmerung um die Deutsche Bank

Die größte Bank Deutschlands wird an ihrem Jahresergebnis 2012 noch kräftig nachbessern müssen. Am Mittwoch gab die Deutsche Bank bekannt, dass das derzeitige Ergebnis nach unten korrigiert werden müsse. Wie der u.a. cnbc berichtete, seien in Zusammenhang mit in Hypotheken verbundenen Rechtsstreitigkeiten in den USA und weiteren Untersuchungen durch die Ermittlungsbehörden mit weiteren Belastungen zu rechnen.

Die Deutsche Bank wäre gezwungen gewesen, durch die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten die Rückstellungen 2012 nachträglich um 600 Millionen Euro auf nun 2,4 Milliarden anzuheben. Unterm Strich schrumpft damit automatisch der Jahresgewinn auf nur noch 784 Millionen Euro vor Steuern sowie der Jahresüberschuss auf 291 Millionen Euro. Gegenüber dem Abschluss 2011 entspricht das einer Schrumpfung um 93 Prozent.

Der nun als nachträglich in ein „Vorab-Abschluss“ gewandelte Jahresbericht vom Ende Januar ließ bereits keine glänzenden Zahlen, geschweige rosige Perspektiven für die Deutsche Bank aufkommen. Auf den größten Kreditgeber Deutschlands prasseln buchstäblich aus allen Richtungen Probleme, besser gesagt die Konsequenzen ein. Neben der Anlastung, sich ebenfalls rege an der Manipulation des Londoner Referenzzinssatzes Libor beteiligt zu haben, „brodelt“ es im Hintergrund noch kräftig um die „alte Kirch-Geschichte“.

Auf die Deutsche Bank könnte alleine wegen diesem Fall eine Schadensumme von bis zu 1,5 Milliarden Euro zukommen. Ein weiteres Thema sind die dubiosen Geschäfte mit Emissions-Zertifikaten, bei der offenbar Umsatzsteuer kräftig „eingespart“ wurden. In Übersee ist die Deutsche Bank ein „Mitglied der 17 Angeklagten Banken“, die aufgrund undurchsichtiger Hypothekengeschäfte verklagt worden ist. Zum „Problem-Paket“ gesellen sich u.a. Missachtung von Sanktionen, die über diverse Länder verhängt wurden (z.B. Iran) und der Verdacht von untersagten Absprachen mit weiteren Kredithäusern zu Kreditausfallversicherungen.

Von der Deutschen Bank wird man noch viel zu hören / lesen bekommen.

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