Razzia: Kirch-Prozess hat für Deutsche Bank ein Nachspiel

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Die Deutsche Bank, Medienkonzern Kirch und kein Ende. Das größte Geldinstitut Deutschlands sowie Privatpersonen wurden in Frankfurt wegen des Verdachts auf Prozessbetrugs und Falschaussagen von der Münchner Staatsanwaltschaft aufgesucht.

Justiz

Seilschaften zeichnen stets einen klar erkenntlichen Weg in die Vergangenheit ab

Die Ermittlungen gegen das Geldhaus wurden ausgeweitet

Die Deutsche Bank erhielt abermals Besuch von der Staatsanwaltschaft und der Polizei. Die Ermittler durchsuchten das Geldinstitut in Frankfurt und die privaten Räume einer im Verfahren verdächtigten Person in Hessen. Es bestehe der Verdacht einer Falschaussage im Kirch-Prozess. Gleichzeitig wurden gegen Manager der Deutschen Bank Ermittlungen wegen versuchten Prozessbetrugs eingeleitet.

Die Untersuchungen wegen des Verdachts von Falschaussagen wurden bereits im Jahr 2011 eingeleitet. Inzwischen gerieten auch die Anwälte des Kreditinstituts ins Visier der Staatsanwaltschaft. In der vergangenen Woche seien auch die Büroräume der Anwaltskanzlei durchsucht worden, die die Deutsche Bank im Verfahren um den Medienkonzern des inzwischen verstorbenen Leo Kirch vertreten hatte. Es bestehe der Verdacht der Beihilfe zum Prozessbetrug.

Im Jahr 2002 beschuldigte die Familie Leo Kirchs die Deutsche Bank, für die Pleite des Medienunternehmens verantwortlich zu sein. In einem Interview erklärte der damalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf-Ernst Breuer, es sei bekannt, dass der Kirch-Konzern angeschlagen sei und deshalb keine Kredite mehr bekomme. Andere Geldhäuser reagierten mit der Kündigung der vergebenen Kredite und lt. des Medienkonzerns führte dies in die Insolvenz des Unternehmens. Leo Kirch verklagte die Deutsche Bank. Im Februar 2014 einigten sich die Kirch-Familie und die Deutschen Bank auf einen Vergleich. Dabei sollen rund 925 Millionen Euro an die Kirch-Erben gezahlt worden sein.

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