Rating-Agentur S&P stuft Griechenlands Ausblick auf Negativ

Rating-Agentur zu Griechenland-

Offensichtlich wird Griechenlands Bonität trotz aller Hiflspakete noch zu hoch eingeschätzt.
Wenn es nach der amerikanischen Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) ginge, müsste das hoch verschuldete Land bald abgestuft werden. Am Dienstag senkte die Agentur die Ausblicke für Griechenland auf „Negativ“.

Nur noch einen Schritt zum „wahrscheinlichen Zahlungsausfall“

Griechenlandkrise
Griechenlands Bonität rutscht ab

Griechenlands Bonität ist nur noch einen Schritt weit davon entfernt, die Zahlungsfähigkeit als „eher unwahrscheinlich“ einzuschätzen.

Derzeit sieht S&P die Kreditwürdigkeit Griechenlands bei „CCC/C“, setzte aber den Ausblick auf ein „Negativ“.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) forderte noch kurz vorher einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland, ansonsten würden weitere Hilfsprogramme für die Helenen eingestellt werden.

Von „zufriedenstellenden Gesprächen“ mit der griechischen Regierung berichtete die Troika. Sparmaßnahmen im zweistelligen Milliardenbereich seien geplant, die den hochverschuldeten Haushalt merklich entlasten sollen.

Die Rating-Agentur S&P beruht sich auf ihre eigenen ermittelten Fakten und sieht Griechenlands Aussichten erheblich schlechter als die Einschätzungen des IWF. Während der Internationale Währungsfonds für 2013 mit einem Wirtschaftsrückgang von rund 5 Prozent ausgeht, rechnet die Rating-Agentur mit einer Schrumpfung um rund 11 Prozent.

Mehr Unsicherheiten als klare Ziele über direkte Wege

Debatten um Leistungsstreichungen durch den IWF, falls die Gläubiger nicht bereit wären, Teile der Schulden zu erlassen und die notwendigen Maßnahmen, um Griechenlands Wirtschaft wieder „auf einen grünen Zweig“ zu bringen, erzeugen nur noch mehr Unsicherheiten im Tagesprogramm der Euro-Rettungsversuche.

Ehrgeizige Ziele, Griechenlands Staatsverschuldung bis 2020 in den Bereich von 100 Prozent der Wirtschaftsleistung zu bringen (Wall Street Journal), erinnern an Herkules-Aufgaben, die kaum zu erbringen sind. Dazu dürften die wirtschaftlichen Verhältnisse in der gesamten Euro-Zone keine merklichen Verschlechterungen erleben. Eher unwahrscheinlich.

Standard & Poor’s quittierte den „Gesamteindruck Helenen“ mit einem negativen Ausblick und wird wahrscheinlich auf mittelfristiger Sicht, die Bonität auf ein „D“ setzen, so viel wie „sehr wahrscheinlicher Zahlungsausfall“.

Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

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