Premier Cameron hält den Euro als falsche Währung für die EU

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Der englische Premierminister David Cameron bekräftigte seinen Zuspruch für ein Europa, hält jedoch nach wie vor an zwingend notwendigen Reformen fest. Eine Europäische Union müsse flexibel sein und deshalb wäre der Euro nicht die Währung für die EU.

„Neue EU-Verträge sind unverzichtbar für erfolgreiche Eurozone“

Eurokrise
Cameron zur EU: Es ginge nicht um Rosinenpickerei

Großbritanniens Premierminister David Cameron sieht sein Land auch in der Zukunft in einer Europäischen Union verweilen, dennoch müsse es zu Reformen und Änderungen in den EU-Verträgen kommen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) (Montagsausgabe) erklärte der Premier, „dass es notwendig sein wird, die Verträge zu öffnen“. Großbritannien wolle ein aufgewachtes Europa, das die „moderne Welt aus Wettbewerb und Flexibilität erkennt“.

Cameron sprach sich für Reformen in der EU aus, denn für Großbritannien wäre eine Mitgliedschaft in einer reformierten EU die beste Lösung, so der Premier, die Zeit dafür wäre reif. Die Europäische Union hätte sich zweitweise übernommen und dies müsse sich ändern, forderte Cameron im Interview mit der SZ. Bereits in dieser Woche wolle der Regierungschef in verschiedenen EU-Staaten für seine Reformpläne werben, darunter auch in Deutschland.

„Der Euro ist nicht die Währung der Europäischen Union“
Für Cameron zeichnete sich die EU durch Wettbewerbsfähigkeit und Bewegungsfreiheit aus und nicht durch Gleichschaltung einer einheitlichen Politik. Es ginge hier „nicht um Rosinenpickerei, sondern um Flexibilität“, so Cameron und fügte hinzu, dass der Euro nicht die Währung der Europäischen Union sei.

Neue Verträge wären schon allein zur Rettung der Eurozone unabdingbar und eine „erfolgreiche Eurozone vor unserer Haustüre“ wäre im Interesse Großbritanniens, so der Premier.

Ein Referendum in einem Euro-Land? Indiskutabel!

Im Auszug des Interviews wies SZ darauf hin, dass die Öffnung der EU-Verträge unter den EU-Experten als riskant eingestuft werde, da die Mitgliedsländer zu Begehrlichkeiten motiviert werden könnten. Darüber hinaus würde in zahlreichen Staaten ein Referendum (Volksabstimmung) notwendig.

Eine Volksabstimmung, die David Cameron bereits im Januar dieses Jahres als Weg für den Verbleib in der EU vorausstellte, wäre jedoch in Berlin wie auch in Brüssel, wie das Weihwasser für den Teufel. Besonders aufgrund der jüngsten Umfragen bezüglich Zustimmung und Ablehnung zur Einheitswährung, sind die Eurokraten vielmehr dazu geneigt, den EU-Verträgen noch weitere „Sieben Siegel“ zu verabreichen.

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