Preissteigerungen flauen auch im Juni 2012 ab – 1,7%

Konjunktur-

Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet zur Abwechslung positive Nachrichten, die für eine „rückwirkende“ Entspannung sorgen können. Die Verbraucherpreise Juni 2012 sind voraussichtlich „nur“ um +1,7% gegenüber dem Vorjahres-Juni gestiegen.

Gedämmte Preissteigerungen seit Monaten
Verbraucherpreisindex
Gedämmte Preissteigerungen

Die Preissteigerungen konnten bereits im Vormonat Mai die 2,0%-Grenze unterschreiten und wurden bei 1,9% festgestellt. Eine weitere Absenkung des Verbraucherpreisindex könnte für viele Anleger wie Balsam auf der „Sparer-Seele“ wirken.

Die Mitte bildet den Verbraucherpreisindex
Ein „virtueller Warenkorb“ bildet die Basis für die monatliche Berechnung der Verbraucherpreise. In 188 Gemeinden werden sämtliche Preise der stets gleich bleibenden ausgesuchten Produkten von ca. 600 Teilnehmern erfasst.

Jeden Monat stehen mehr als 300.000 einzelne Preise zur Auswertung an, deren Änderungen letztendlich das gewichtete Ergebnis für den Verbraucherpreisindex abliefert.

Extreme Spitzen einzelner Positionen
Zu den dynamischten Preisen gehören Mineralölprodukte. Stetiges Auf und Ab der Preise in Abhängigkeit der globalen wirtschaftlichen und auch politischen Ereignissen, sind Standard-Merkmale der Mineralölerzeugnisse.

So wirken sich auch für den Verbraucherpreisindex Juni 2012 die starken Rückgänge der Ölerzeugnisse besonders stark aus. Bereits zum vierten Mal in Folge sinken die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl.

Die Ferien Hauptsaison steht am Anfang
Die ersten Bundesländer (Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenb.-Vorpommern und Schleswig-Holstein) sind bereits in die Sommerferien gestartet. Anfang Juli treten weitere Bundesländer in den Ferienstand, bis quasi zum Monatswechsel Juli-August ganz Deutschland sich in einem „Schul-Ausstand“ befindet.

Benzinpreise entwickeln bekanntlich in den Ferienzeiten ein Eigenleben und führen „unerklärliche“ Anstiege durch. Der neu berechnete Verpraucherpreisindex gegen Ende Juli wird es zeigen.

Das „Inflarend-Verhältnis“ wurde verbessert

Seit drei Monaten sinken die durchschnittlichen Verbraucherpreise. Mit Juni 2012 wird vorraussichtlich ein Wert erreicht, der zuletzt Dezember 2010 Bestand hatte. Sinkende Inflation führt automatisch zu steigenden Real-Renditen bei laufenden Tages- und Festgeldprodukten (Inflation-Rendite-Verhältnis).

Ob sich diese derzeit sehr positiven Werte für längere Zeit halten, oder gar noch verbessern können, steht offen.

Die beste Entwicklung wäre wohl eine Index-Stabilität. Steigende Verbraucherpreise senken zwar Real-Renditen, können aber bei deutlich unter 2,0% leicht verschmerzt werden. Ein weiter sinkender Verbraucherpreisindex könnte aber bei den derzeit sehr unberechenbaren Marktentwicklungen deflationäre Tendenzen aufweisen.

Sinkende Preise hören sich verlockend an, aber eine Deflation wäre das absolut Letzte was eine zu pushende Konjunktur gebrauchen könnte.

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