Poroschenko hält Minsker Abkommen für gescheitert – „Russland schuld“

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Der ukrainische Präsident Poroschenko erklärt das Minsker Abkommen für gescheitert. Allein Russland habe die Verantwortung für den dauerhaften Bruch des vereinbarten Waffenstillstandes.

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Poroschenko holt erneut aus, um vermeintliche Fakten gegen Russland zu verwenden

„Russische Kämpfer brechen Waffenruhe und blockieren OSZE“

Das Minsker Abkommen ist nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko so gut wie gescheitert und allein schuld daran seien die „russischen Kämpfer“. Die Ukraine habe sich an jeden einzelnen Vertragspunkt von Minsk gehalten und der Waffenstillstand sei von Kiew sofort umgesetzt worden, so Poroschenko im Gespräch mit Bild (Sonntag).

„Aber die russischen Kämpfer haben genau das Gegenteil davon getan“, so der ukrainische Präsident, der den Bruch des vereinbarten Waffenstillstand von Seiten Russlands beklagte. Von „russischer Seite“ werde jeden Tag weiter geschossen, „oft mehr als 60 Mal am Tag – insgesamt 1100 Mal wurde die Waffenruhe gebrochen“. Das Minsker Abkommen sei für Kiew „Hoffnung, nicht Realität“, so Poroschenko zur Zeitung. Sie [Separatisten] behaupten zwar, ihre Waffen abzuziehen, aber der OSZE werde kein Zugang gewährt, um das zu überprüfen.

„Russische Kämpfer“ und „Russlands Brüche“ werden direkt übernommen

Dass die Bild-Zeitung die Darstellung des ukrainischen Präsidenten, es handelte sich um „russische Kämpfer“ und „Russland“ breche den Waffenstillstand, direkt und unkommentiert übernimmt, ist keine wirkliche Überraschung. Dass ein Krieg zwischen der Ukraine und Russland stattfindet, spielt sich lediglich in den Köpfen des „Schokoladenkönigs“ und der Nato-Vertreter ab.

Die OSZE bestätigte in ihren regelmäßigen Berichten, dass es immer wieder zu vereinzelten Kampfhandlungen komme. Es handelte sich überwiegend um Explosionen sowie Schüssen aus automatischen Waffen. Dennoch beschränkt sich die Zuordnung auf die Himmelsrichtungen, aus denen die Handlungen akustisch aufgenommen wurden. Wer auf wen geschossen haben will, bleibt dennoch im Dunkeln.

Der ukrainische Präsident hat bereits im vergangenen August die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit einem medienwirksamen Auftritt auf sich gezogen. Nachdem er eine „russische Invasion“ meldete und die ukrainische Armee die vermeintlichen Eindringlinge „heldenhaft“ zurückschlugen, fehlte nur noch eine einzige Bestätigung von einer anderen Stelle. Diese blieb bis heute aus.

Die Regierung in Kiew scheint in Wahrheit gar keine Ambitionen für eine Waffenruhe zu besitzen. Im Nacken sitzen die USA, die nur zu gerne Waffen an die Ukraine liefern wollten. Grund genug, um den „Feind“ als den ständigen Aggressor zu defamieren. Die Bundesregierung lehnt (noch) Waffenlieferungen von den USA an Kiew ab und wurde dafür vom US-Senator McCain verbal unter Beschuss genommen.





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