Politik bereitet Investment-Banken ein Zocker-Paradies ohne Risiken

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Bevor Investment-Banken pleite gingen, sprang die Politik als Retter in Not in die Presche und verteilte die Gelder der Steuerzahler mit vollen Händen. Die Milliardengewinne der Geldhäuser kennen jedoch nur die Richtung zum eigenen Hause. „Reich ohne Risiko“, so das anklagende Resümee des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Zocker Banken

Die Narrenfreiheit der Investment-Banken – Systemrelevant? Politik ist erpressbar

Die Investment-Banken erhielten „eine Lizenz zum Plündern“

Kein Spielcasino der Welt würde das Geschäftsmodell annehmen, mit dem hohe Gewinne beinahe garantiert, wenn nicht sogar zugespielt werden, und Verlustrisiken auf Null reduziert sind. Ein Paradies für Spielsüchtige und solche, die es noch werden wollen. Schließlich kann man nur gewinnen.

Eine solche Narrenfreiheit wird dem einzelnen Gast weder in Las Vegas noch in der Spielbank Monte Carlo verliehen, schon der Verdacht von gezinkten Karten führte zu einer freundlichen Verweisung. Doch solch ein Zockerparadies ohne Verlustrisiken gibt es. Das Casino stellt die Politik, die Gäste sind Investment-Banken und die Casino-Kasse wird aus dem Kapital der Steuerzahler und Sparer gespeist. Um der Zockerfreude noch die richtige Würze zu verleihen, dürfen eigene Spielregeln eingebracht werden.

Ein weiterer markanter Unterschied zwischen Las Vegas und dem globalen Finanz-Casino: Die glitzernde Prunkstadt in der Wüste Nevadas erhält ihren Glanz durch die Verluste der Zocker. Die globale Stadt der Finanzwelt-Zocker verwandelt sich zusehends zu einem Armenhaus der Massen.

Das Erpressen der Spielcasinos von Risikoausschlüssen durch gemeinschaftliches Fernbleiben und dem daraus versickerten Geldfluss ist ein Widerspruch in sich und daher kaum umsetzbar. Doch im Zusammenspiel zwischen Politik und Investment-Banking ein durchaus praktikabel Mittel.

Unter dem Motto „Reich ohne Risiko“ wurde dieser unhaltbare Zustand zulasten der Bürger nun vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angeprangert. Zu groß und verflochten seien einige Banken, um sie vom Staat pleitegehen zu lassen. Die Risiken für das Wirtschaftssystem seien zu groß. Doch täglich liefen die Wetten um die Preise von Rohstoffen, Lebensmitteln, Währungen und Wertpapieren. Diese Wettgeschäfte tragen durchaus ein Risiko mit sich, jedoch nur für die globale Finanzstabilität. Die riesigen Gewinne dagegen strichen die Investment-Häuser meist ohne Risiken ein.

„Eine Lizenz zum Plündern“

Mit dem Zocken alleine ist es nicht getan. Für die stets angestrebte Gewinnmaximierung werden kurzerhand geltende Regeln umgestoßen oder schlicht umfahren. Manipulationen von Leitzinsen, Wechselkurse und vermutlich auch Rohstoff-Preise gehörten zur Tagesordnung, um die Gewinne noch weiter nach oben zu treiben. „Eine Lizenz zum Plündern“, so der DGB.

Der freie Kapitalmarkt funktioniert nicht, das zeigten bereits die bisher von den Ermittlungsbehörden aufgedeckten Fälle von Libor-, Euribor- und Devisen-Manipulationen. Der DGB fordert deshalb eine viel stärkere Regulierung als bisher. Dazu müssten auch die wichtigen Referenzwerte wie u.a. der Libor von den Staaten oder Zentralbanken geliefert werden, statt von privaten Geldhäusern.

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