Permanente Umfragen zu Meinungen der Wahlwilligen

Politik –


Die Umfragen zu den Meinungen der Wahlwilligen reißen nicht ab. Als wenn es pro Woche mindestens zwei Bundestagswahlen gäbe, werden Zahlen zur „Rückkopplung“ der Parteien-Gunst serviert.

Statistikauswertung

Aufbereitete Umfrageergebnisse eignen sich perfekt für Meinungsbildung

Permanentes „Monitoring“ der Wahlwilligen

Seit der Bundestagswahl 2017 üben sich die sog. Meinungforschungsinstitute quasi als Echtzeit-Monitore zur Dauerbetrachtung der vorherrschenden Wähler-Meinung. Auftraggeber sind regelmäßig private wie auch öffentlich rechtliche Medien. Offenbar zeigt es sich als effektiver, die Kreuzchen-Setzer permanent mit dem Servieren neuer Zahlen eine Richtung zu weisen, anstatt alle paar Monate kurz vorm Anstehen einer neuen Wahl. So folgt nach dem Sonntagstrend zur Auffrischung auch gleich wieder ein Dienstag-Meinungstrend, von INSA, beauftragt von BILD.

Auch bei INSA will man festgestellt haben, dass die CDU seit der Wahl ihrer neuen Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer in einen Aufwind geraten sei. Der Sog-Effekt hat sogar den Koalitionspartner SPD erwischt. CDU/CSU sowie SPD haben lt. Umfrageergebnis jeweils 1,5 Punkte dazuholen können. Die Union käme auf 29 Prozent und die SPD auf 15 Prozent der virtuell abgegebenen Stimmen. Auch die FDP geriet in die Aufwärtsrichtung und käme auf 10 Prozent nach dem Zugewinn eines halben Punktes. Zu den „Verlierern“ der Woche zählen die Linke (10 %), die AfD (15 %) und die Grünen (17 %). Sie mussten jeweils einen Prozentpunkt auf der Strecke lassen. Alle Sonstigen Parteien erhielten nach dem Verlust von einem halben Punkt 4 Prozent der Stimmen.

Die noch fehlende Mehrheit für die Große Koalition als Bundesregierung muss folglich geschmälert werden. Union und SPD kämen nach Zusammenlegung beider an der Oberfläche völlig unterschiedlichen politischen Lager auf 44 Prozent.

Zahlen repräsentieren „Wahlwillige“ und nicht „Wahlberechtigte“

Da die erfragten Stimmen zu den einzelnen Parteien insgesamt 100 Prozent ergeben, sind somit die Anteile der Nichtwähler völlig unter den Tisch gefallen. Somit repräsentieren die fiktiv abgegebenen Stimmen lediglich die „Wahlwilligen“ und nicht die „Wahlberechtigten“. Bei Berücksichtigung des nicht unerheblichen Anteils von rund 25 Prozent Nichtwähler sähe das „repräsentative Ergebnis“ völlig anders aus. Allerdings eignet sich die ausschließliche Stimmenauswertung der Wahlwilligen besser für die Vorgabe einer gewünschten Richtung.


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