Offiziell insolvent – Athen wird IWF voraussichtlich nicht bedienen

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Eigentlich offiziell insolvent. Griechenland wird die am 30. Juni 2015 fällige Rate von 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds voraussichtlich nicht überweisen. Sämtliche Verhandlungen zwischen Athen und seinen Gläubigern verliefen ergebnislos ins Leere.

Griechenlandkrise

Insolvent. Wie werden EU und die Gläubiger den Zahlungsausfall bewerten und einordnen?

Griechenland lässt es offenbar darauf ankommen – Zahlungen eingestellt

Am Dienstag stehen die Geldgeber und Gläubiger Griechenlands aller Voraussicht nach vor einer neuen Situation. Allen voran der Internationale Währungsfonds (IWF) dürfte auf die eigentlich fällig Rückzahlung von 1,6 Milliarden Euro vergeblich warten. Athen kündigte an, den Geldbetrag nicht zahlen zu wollen.

Die „Last-Minute-Verhandlungen“ bis in die späte Nacht des Montags hinein verliefen offenbar ergebnislos. Eine Verlängerung des laufenden zweiten Kreditprogramms wurde von der EU abgelehnt und Griechenland sieht sich außer Stande, die am 30. Juni „gebündelte“ Rate von 1,6 Milliarden Euro an den IWF zurückzuzahlen.

Ein glatter Zahlungsausfall, mit anderen Worten: Griechenland ist insolvent, bankrott, pleite. Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s reagierte noch in letzter Sekunde, um die gegenwärtige Bonität den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Nun scheinen sich die Verhandlungspartner (-gegner) vorläufig in einem „luftleeren Raum“ zu befinden. Weitere Verhandlungen sind derzeit nicht geplant. Streng genommen war Griechenland schon ab dem Zeitpunkt des ersten Kreditprogramms (auch „Hilfsprogramm“ genannt) permanent insolvent. Eine zweite Kredittranche sowie ein Schuldenschnitt waren nötig, um das Euro-Mitgliedsland noch über Wasser halten zu können.

Griechenlands Schuldenquote liegt aufgrund der gestiegenen Verbindlichkeiten (die „Hilfsprogramme“) und der um rund ein Viertel eingebrochenen Wirtschaft bei über 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).





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