Ökonom kritisiert Vorschlag für Bargeldabschaffung

Zahlungsmittel-


Der Freiburger Ökonom Lars Feld kritisiert den Vorschlag des Wirtschaftsprofessors Peter Bofinger, das Bargeld vollständig abzuschaffen. Das Barzahlungsmittel gebe den Bürgern die Freiheit, sich dem Zugriff des Staates zu entziehen.

Kontosperre

Bargeldabschaffung würde den Bürgern die Freiheit nehmen, sich dem Staat entziehen zu können

Lars Feld sieht die Freiheiten der Bürger gefährdet

Der Wirtschaftsprofessor Peter Bofinger forderte in einem Interview mit dem Spiegel die Abschaffung des Bargelds und erntet von seinem Kollegen Lars Feld auf Kritik. Bofinger und der Freiburger Ökonom Feld gehören beide dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage (Wirtschaftsweise) an.

Während Bofinger in der Abschaffung des Bargeldes zahlreiche (vermeintlichen) Vorteile erkennt, erinnert Lars Feld gegenüber der F.A.Z. (Montagsausgabe) an die wesentlichen Grundlagen des Barzahlungsmittels. „Bofinger vernachlässigt offenbar die verfassungspolitischen Aspekte dieses Vorschlags“, so Feld zur F.A.Z.. Bargeld sei „geprägte Freiheit“.

Der einzelne Bürger könne sich mit Bargeld dem Zugriff des Staates entziehen, vor allem dann, wenn dess Vorgaben nicht legitim seien. Dieser Grundsatz gelte auch für Schwarzarbeit, auch wenn hier ein illegaler Bereich des Sozialbetrugs und der Steuerhinterziehung vorliege. „Allerdings ist Schwarzarbeit nicht selten für die Betroffenen auch die letzte Möglichkeit, überhaupt einen Lebensunterhalt zu verdienen“, so der Freiburger Ökonom.





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