Öffentlicher Schuldenberg bis 3. Quartal 2023 angestiegen

Öffentliche Schulden –


Die Schulden der Ebenen Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung sind bis Ende 3. Quartal 2023 gegenüber dem Stand Ende 2022 kräftig angestiegen.

Schuldenausbau mit Sondervermögen

Schuldenanstieg

Die Verwalter öffentlicher Gelder bauten Schuldenberg weiter aus

Der Schuldenberg der öffentlichen Hand ist im 3. Quartal 2023 kräftig angewachsen. Das Schuldenpaket des Bundes, Länder, Gemeinden und der Sozialversicherung lag Ende September 2023 um 85,8 Milliarden bzw. um 3,6 Prozent höher als Ende 2022. Damit stiegen die Schulden auf 2.454,8 Milliarden Euro an, so Destatis. Gegenüber dem 2. Quartal 2023, also binnen 3 Monate, nahm die öffentliche Verschuldung um 1,5 Prozent bzw. um 36,3 Milliarden Euro zu.

Seit dem 2. Quartal 2023 werden die Schulden des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in die Schulden mit einbezogen. Ohne den ÖPNV-Anteil würde der Schuldenberg der öffentlichen Hand um 9,3 Milliarden Euro niedriger ausfallen.

Mehr Schulden des Bundes

Der Bund trug wie bereits gewohnt kräftig am Schuldenausbau bei. Ende des 3. Quartal 2023 hatte der von der gegenwärtigen Ampel-Regierung geleitete Bund um 5,2 Prozent bzw. um 83,5 Milliarden Euro mehr Schulden als Ende 2022. Die Statistiker nennen als Grund für diesen enormen Schuldenausbau die Energiekrise aufgrund des Ukraine-Krieges und das daraufhin „gegründete Sondervermögen Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie“. Die Schulden dieses „Sondervermögens“ stiegen zwischen Januar und Ende September 2023 um 32,8 Milliarden Euro bzw. um 108,7 Prozent auf 63,1 Milliarden Euro an. Ein ähnliches „Sondervermögen“ wurde für Corona gegründet. Dieser zusätzliche geschaffene Schuldenberg hatte im 3. Quartal 2023 um 10,4 Milliarden bzw. um 19,8 Prozent weniger Schulden als Ende 2022.

Weniger Schulden der Länder

Die Länder hatten im 3. Quartal 2023 weniger Schulden als Ende 2022. Deren Schuldenberg sank um 8,4 Milliarden Euro bzw. um 1,4 Prozent auf 598,5 Milliarden Euro. Dennoch blieb der Schuldenstand um 0,3 Milliarden Euro bzw. um 0,1 Prozent über dem Stand des 2. Quartals 2023.
Den stärksten Abbau der Schulden gelang den Bundesländern Rheinland-Pfalz (-5,9 %), Bayern (-7,1 %) und Mecklenburg-Vorpommern (-12,0 %). Am meisten ausgebaut haben den Schuldenberg die Länder Berlin (2,3 %), Sachsen (4,1 %) und Brandenburg (8,5 %).

Mehr Schulden der Kommunen

Aufwärts gingen die Schulden bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden. Deren Schuldenberg lag im 3. Quartal 2023 um 10,7 Milliarden Euro bzw. um 7,6 Prozent höher als Ende 2022. Diese Ebene sitzt auf einem Schuldenstand in Höhe von 151,5 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorquartal gingen die Schulden der Kommunen um 1,7 Milliarden Euro bzw. um 1,1 Prozent aufwärts.

Mehr Schulden Sozialversicherung

Die Sozialversicherung baute den Schuldenstand ebenfalls aus. Ende 3. Quartal lagen die Schulden lt. Destatis um 1,1 Millionen Euro bzw. um 5,3 Prozent höher als Ende 2022. Die Sozialversicherung stand damit mit 22,8 Millionen Euro in der Kreide.

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