Öffentliche Kassen im ersten Halbjahr 2015 mit 21 Mrd. Euro „überflutet“

Haushalt-


Die Haushaltskassen der Bundesrepublik wurden im ersten Halbjahr 2015 mit Geld geradezu überflutet. Den Milliardenausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden sowie Sozialversicherungen standen um rund 21,1 Milliarden Euro höhere Einnahmen gegenüber.

Geldkassette

Kassen von Bund, Länder, Gemeinden im ersten Halbjahr 2015 mit kräftigen Überschüssen

Sondereinnahmen aus Mobilfunklizenzen trugen mit über 4 Mrd. Euro bei

Im ersten Halbjahr 2015 erreichten Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen zusammen einen Überschuss von 21,1 Milliarden Euro. Damit stünde die Chance sehr hoch, dass zum Jahresende der Schuldenanstieg um +0,3 Prozent kompensiert werden kann. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 erzielten die öffentlichen Kassen einen Überschuss, der 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht, so die Meldung des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Rund die Hälfte des gesamten Überschusses entfiel mit einem Anteil von 10,5 Milliarden Euro auf den Bund. Maßgeblich beigetragen hatte der Erlös aus der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen im Juni 2015. Der Bund erzielte dadurch Sondereinnahmen in Höhe von 4,4 Milliarden Euro.

Die Bundesländer erzielten einen Überschuss in Höhe von 2,6 Milliarden Euro. Die Erlöse aus den Mobilfunkfrequenz-Versteigerungen trugen mit einem Anteil von 600 Millionen Euro bei. Die Gemeinden/Gemeindeverbände wiesen am Ende des ersten Halbjahres 2015 einen Überschuss von 4,2 Milliarden Euro vor.

Lukrativ die Einnahmequelle Steuern. Im ersten Halbjahr nahmen die Kassen 662,0 Milliarden Euro ein und steigerten diese Einnahmequelle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,5 Milliarden Euro (+3,7%). Die Sparte Einkommens- und Vermögenssteuer ist mit plus 6,4 Prozent besonders deutlich angestiegen.

Zu den Einnahme-Gewinnern im ersten Halbjahr 2015 zählte auch die Sozialversicherung. Die Sozialbeiträge stiegen auf 242,8 Milliarden Euro, bzw. um 3,9 Prozent an.

Ein deutliches Minus musste dagegen bei den Einnahmen aus Zinsen und empfangenen Ausschüttungen hingenommen werden. Aufgrund der nahezu auf die Hälfte geschrumpften Gewinne der Bundesbank reduzierten sich die Einnahmen für die Haushaltskassen um -17,5 Prozent.





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