OECD-Daten: Sozialausgaben Deutschland relativ hoch

Steuergelder –


Im Vergleich zu anderen OECD-Ländern liegen die Ausgaben der öffentlichen Hand der Bundesrepublik relativ hoch, während die Investitionen in Infrastruktur und Bildung ins Hintertreffen gerieten.

Renteneinzahlungen

Hohe Sozialausgaben können größte Ängste der Deutschen nicht verhindern

Sozialausgaben sind allerdings oft fehlgeleitet

Die OECD nahm das Sozialwesen ihrer Mitgliedsländer unter die Lupe, befragte die ansässigen Einwohner zu ihren Sorgen und Ängste und stellte dabei auch Zahlen zu den geleisteten öffentlichen Sozialleistungen auf. Das Münchener ifo Institut extrahierte aus dem Datensatz die Zahlen für das Sozialwesen und kam zum Ergebnis, dass Deutschland mehr Geld für die soziale Sicherung ausgebe als seine Nachbarländer. Es zwei zwar positiv, „in Not geratene Bürger durch Transfers zu stützen“, da sie die soziale Marktwirtschaft stärke, aber diese Sozialausgaben erreichten jedoch nicht in vielen Fällen die Bedürftigen, so Niklas Potrafke, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie. Letztendlich werden Sozialausgaben nur „von der rechten in die linke Tasche“ umverteilt, bevorteilen die eigenen Wähler oder begünstigen Interessengruppen. Daher sei die Politik nun gefordert, „die Zielgenauigkeit der Sozialausgaben“ zu überprüfen.

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Potrafke stellt die Sozialausgaben in Konkurrenz anderen öffentlichen Ausgaben, wie die Bereitstellung öffentlicher Güter. Dazu zählten die Sicherheit der Bewohner nach innen und außen sowie eine ansprechende Infrastruktur. In diesen Themen versagten die Märkte und deshalb müsse sie der Staat bereitstellen, so der ifo Experte. Die öffentliche Hand müsse sich daher auf die öffentliche Güter konzentrieren, da von diesen alle Bürger profitierten.

Während lt. den OECD-Daten die Anteile für soziale Sicherung und Gesundheitswesen in Deutschland höher ausfielen als in anderen Industrieländern, geriet jedoch der Teil für investive Ausgaben wie u.a. Infrastruktur und Bildung ins Hintertreffen. Im Jahr 2017 betrug demnach der Anteil für Sozialausgaben 44,1 Prozent des verfügbaren Gesamtbudgets. In den Ländern Skandinaviens (Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark) lag der Anteil bei 42,5 Prozent, in Österreich und in der Schweiz bei 40,7 Prozent und in den Benelux-Ländern (Luxemburg, Belgien, Niederland) bei 39,2 Prozent.

Trotz der in Relation gesetzten hohen Sozialausgaben, haben die meisten Bundesbewohner Angst vor einer drohenden Altersarmut aufgrund einer zu geringen gesetzlichen Rente.




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