Nutznießer für Russland-Sanktionen der EU könnten die USA sein

Russland-Krise-


Mit der Zuspitzung der Krise um die Ukraine und der nun russischen Halbinsel Krim sind wirtschaftliche Sanktionen möglich, bei der die EU ihren Erdgas- und Rohöl-Import aus Russland selbst beschneiden könnte. Der notwendige Ersatz dürfte vermutlich aus den USA angeboten werden.

Erdgasverbrennung

Die Ukraine ist nicht so sehr interessant wie der Verkauf von Schiefer-Erdgas

Eine Zuspitzung der Krise dürfte den USA sehr entgegen kommen

Sollte die Krise zwischen Russland und dem Westen weiter eskalieren, könnten die Versorgungsstrecken für Erdgas und Erdöl aus Russland im Extremfall unterbrochen werden. Anschließend dürfte nicht sehr viel Zeit vergehen, bis die Reserven in den Lagerstätten beansprucht werden müssen. Immerhin stammen 31 Prozent aller Erdgas- und Erdölimporte nach Deutschland aus der Russischen Föderation, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte.

Werden die Hähne der Erdgas- und Erdöl-Pipelines letztendlich zugedreht, dann jedoch kaum am Einspeisepunkt sondern eher an der „Zapfstelle“ am Ende der Pipeline. Die Europäische Union prüft aufgrund des Ausgangs des Krim-Referendums und den folgenden Anschluss an die Russische Föderation weitere Sanktionen gegen Moskau. Bisher wurden lediglich Personen aus den politischen, militärischen und wirtschaftlichen Bereichen Russlands „bestraft“.

Weitere Maßnahmen könnten wirtschaftliche Einschnitte zur Folge haben, darunter ggfs. auch die Beschneidung der Rohstoff-Importe in die EU. Damit drehte Brüssel die Zufuhr von Gas und Öl für Deutschland und die EU praktisch selbst ab.

Vermutlich werden die USA nach einem solchen Schritt ihren Überfluss an Schiefer-Erdgas zur Lieferung anbieten wollen. Voraussetzung für einen solchen Handel wäre jedoch die Schaffung der geplanten Freihandelszone. „Wie sich die Zufälle wieder einmal überschlagen“.

Die Lage auf der nun russischen Krim scheint sich tatsächlich zu verschärfen. Am Dienstag wurden in der Hauptstadt Simferopol ein Soldat der ukrainischen Armee und eine Person der örtlichen Bürgerwehr-Organisation erschossen. Offenbar wurden die Schüsse von einem Scharfschützen hinter einem Fenster eines Gebäudes abgegeben. Das Innenministerium der Krim vermutet mit der Schießerei eine geplante Provokation.

Inzwischen betonte Moskau, dass die noch auf der Krim stationierten ukrainischen Armee-Einheiten die Entscheidung hätten, sich entweder an die Truppen der Krim anzuschließen, oder das Territorium der Krim ungehindert zu verlassen.

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