Notenbanken deckten sich im Jahr 2012 weiter mit Gold ein

Goldvorräte-


Die internationalen Zentralbanken haben nach wie vor hohes Interesse an das gelbe Edelmetall Gold. Im dritten Quartal 2013 wurde ein reger Handel festgestellt, der netto zu einem Zuwachs der Goldvorräte in den Tresoren der Notenbanken führte.

Zentralbanken in ungebrochener Kauflaune

Goldeinkäufe
Notenbanken kaufen fleißig

Die Nachfrage der Notenbanken für Gold scheint ungebrochen und das Auffüllen der eigenen Reserven scheint wie bereits seit Jahren unvermindert weiter zu gehen. Alleine im Quartal III 2012 kauften die Zentralbanken der Welt lt. Deutsche Wirtschaftsnachrichten (DWN) (Montag) 97,6 Tonnen Gold. Zwar läge der Wert der Goldnachfrage um 11 Prozent unter dem Rekordwert vom Vorjahresquartal, aber immer noch deutlich über dem fünfjährigen Durchschnitt.

Auch das Preisniveau vom Rekordjahr 2011 konnte im letzten Quartal nicht erreicht werden. Der Preis pro Feinunze Gold lag mit durchschnittlich 1.652,- Dollar um rund 3 Prozent unter dem Vorjahres-Wert, aber der augenblicklich relativ niedrige Kurs unter der 1.700,- Dollar-Marke wird neben der Commerzbank auch von weiteren Goldexperten in kurz- bis mittelfristiger Zeit wieder auf einer ansteigenden Tendenz gesehen.

Bereits im Sommer 2012 fiel die „große Kauflust zum Gold“ der Zentralbanken auf, obwohl sich die Meldungen zwischen „Goldpreis-Einbrüchen“ und „steil ansteigendem Goldkurs“ stets abwechselten. Dennoch schwebt nach wie vor der „Verdacht“ einer massiven „Goldpreis-Drückerei“ über den scheinbar gezügelten Kursen.

Die Investment Bank Goldman Sachs soll sich bereits von einem Großteil ihrer Goldanteile getrennt haben und „prophezeite“ einen einbrechenden Kurs bereits im kommenden Jahr 2013. Andere Stimmen hielten jedoch dagegen, dass Goldman Sachs dafür bekannt sei, ihren Kunden bestimmte Strategien zu empfehlen, aber selbst den völlig umgekehrten Weg einzuschlagen.

Die Zahlen aus den internationalen Notenbanken würden jedoch für eine ganz andere These sprechen, die nicht darauf hinwiese, der Goldkurs wäre bereits heute schon ersichtlich auf einem verlorenen Posten. Die weltweiten Investitionen in börsennotierten Goldfonds haben lt. DWN im dritten Quartal um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zugenommen. Davon legte alleine der Goldmarkt in Indien, der rund ein Viertel der weltweiten Nachfrage generiert, einen Zuwachs von rund 9 Prozent vor.

Die Goldnachfrage in Indien teilte sich auf in rund 87 Tonnen in Investitionen und ca. 136,1 Tonnen für Schmuck. Dagegen fiel die Nachfrage im Reich der Mitte um rund 8 Prozent ab. China wies im Quartal 3 eine Goldnachfrage von rund 178,6 Tonnen auf, bewegt sich jedoch nach wie vor weit über das durchschnittliche Niveau.

Auch der Bundesbürger ist verstärkt auf den Geschmack von Goldbesitzt gekommen. Obwohl der hohe Goldpreis viele Privatbesitzer dazu verleitete, u.a. Schmuck in „gutes Geld“ umzutauschen, wuchs in den letzten Jahren das Privatvermögen in Gold ständig an. Im Jahr 2010 hatten die Privathaushalte knapp 8.000 Tonnen Gold in ihrem Besitz.

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